Battle of the Books( Oberstufe) am 27. Februar in Nürnberg

Ende Februar war es wieder so weit. Schülerinnen und Schüler  des Willibald-Gymnasiums fuhren mit dem Zug nach Nürnberg, um am Wettbewerb „Battle of the Books“ teilzunehmen. Neben einigen Routiniers, die den Ablauf schon kannten, hatten sich auch einige Neulinge der Gruppe angeschlossen, die aus insgesamt 16 Mitgliedern bestand.

 Im September hatten sich die „Oakies“ - so der Name der Gruppe – zusammengefunden. Von den 10 Büchern, die uns vor den Allerheiligenferien zugeschickt wurden, konnte sich jede/r „Oakie“ eines aussuchen, auf das sie/er sich spezialisieren wollte. Einige Bücher hatten wir dank der schulinternen Bücherei doppelt, so dass sich für einige der Romane auch zwei Interessierte fanden. Nach den Weihnachtsferien folgte ein 1 1/2 - stündiges Skype-Meeting im Raum 2018,  bei dem uns Frau Karin Eidsvoog den Ablauf des Wettbewerbs erläuterte und anschließend Gespräche zu allen Büchern führte, bei denen die Schülerinnen und Schüler nicht nur über den Inhalt ihres Romans sprachen, sondern auch eine begründete Bewertung des jeweiligen Buches abgaben. Karin Eidsvoog, die Koordinatoren des Wettbewerbs, die uns aus Nürnberg zugeschaltet war, war von dem Wissen und  Einschätzungen der „Oakies“ sichtlich beeindruckt. Zum Abschluss stellte sie noch einige Beispielfragen zu jedem Buch, damit alle ein Gefühl dafür bekommen konnten, was am Wettbewerbstag auf sie zukommen würde. Die Fragen zielen auf verschiedene Details ab, und die Antworten sind folglich sehr kurz, häufig nur ein Wort – die Farbe eines Hauses, der Name einer Romanfigur, eine Verwandtschaftsbeziehung, die Umstände die zu einem bestimmten Ereignis geführt haben etc.

Am 27. Februar  begleiteten vier Personen die Gruppe nach Nürnberg. Drei waren schon ab Eichstätt mit von der Partie: Simone Kaiser und Franz Hocheder als begleitende Lehrkräfte und Sophie Riedl, die 2018 am Willibald-Gymnasium ihr Abitur  absolvierte und bis dahin mehrfach an dem Wettbewerb in Nürnberg teilgenommen hatte. In Nürnberg erwartete uns am Bahnhof Kim Rychly, die eine Woche zuvor an ihre Stammschule in Nürnberg zurückgekehrt war und sich immer noch  mit dem Willibald-Gymnasium verbunden fühlt. Im Sommer 2018 hatte sie die „Battle-of-the-Books“- Gruppe (Mittelstufe) mit nach Nürnberg begleitet und wollte nun sehen, wie der Wettbewerb bei der Oberstufe abläuft.

Ein Unterschied zur Mittelstufe – auch zu diesem Wettbewerb, der im Juli stattfinden wird, ist das Willibald-Gymnasium bereits gemeldet – ist die Auswahl der Bücher.  Für die Oberstufe sind einige Bücher sehr anspruchsvoll, wie zum Beispiel der Roman „Brave New World“, der vor der Einführung des G8 am Willibald-Gymnasium als Ganzschrift in manchen Leistungskursen Englisch in der Jahrgangsstufe 13 gelesen wurde.

Die „Oakies“ waren aber dem hohen sprachlichen Niveau der Bücher gewachsen und wussten über die Inhalte der Bücher genauestens  Bescheid.  Um die „Schlacht der Bücher“ erfolgreich zu bestehen braucht es aber neben den Kenntnissen eine große Reaktionsgeschwindigkeit, um rechtzeitig den Buzzer zu drücken und das Antwortrecht zu erhalten. Nur wer antwortet, kann Punkten.

Die Oakies waren am Nachmittag am Start, zusammen mit 19 anderen Schulen aus ganz Bayern. Nach der Begrüßung durch den Leiter des Deutsch-Amerikanischen Instituts und den Stadtkämmerer von Nürnberg konnte die 1. Wettkampfrunde beginnen, bei der die 20 Schulen in 5 Vierergruppen aufgeteilt waren. Die Oakies kämpften also gegen drei andere Schulen. Jede Schule schickte 10 Schülerinnen und Schüler nach vorne, wo sich jede Schule um einen der Tische, auf denen ein Buzzer stand, versammelte. Zu fünf der insgesamt 10 Bücher stellte nun Stephen Ibelli vom Generalkonsulat München jeweils drei Fragen. Häufig konnte er die Frage gar nicht bis zu Ende vorlesen, weil schon jemand die Antwort wusste und den Buzzer gedrückt hatte.  Für die späteren Sieger vom Josef-Effner-Gymnasium aus Dachau war das alles so überraschend, dass sie in der ersten Runde nur 55 Punkte errangen.

Für die zweite Runde, bei der nun Fragen zu den verbleibenden Büchern gestellt wurden, hatte man die Schulen neu verteilt, so dass die Oakies nun gegen drei andere Schulen antraten. Mit einem Gesamtergebnis von 210 Punkten nach zwei Runden, hatte sich unsere Schule noch nicht ganz für die Finalrunde qualifiziert. Die zwei bestplazierten Schulen kämpften um den Sieg: Friedrich-Alexander-Gymnasium aus Neustadt a.d. Aisch (340 Punkte) und Josef-Effner-Gymnasium aus Dachau (275 Punkte). Für den Kampf um den dritten Platz, das kleine Finale, gab es drei Aspiranten, die alle genau 210 Punkte gesammelt hatten: Staatliche FOS/BOS Regensburg; Nymphenburger Schulen aus München und das Willibald-Gymnasium aus Eichstätt. Es durften aber nur zwei Schulen am kleinen Finale teilnehmen. Per Los wurde entschieden, dass  sich die „Oakies“ mit einer der beiden anderen Schulen  in einem zusätzlichen Zweikampf messen sollten. Der Sieger aus diesem Wettstreit durfte dann um Platz drei kämpfen. Im Unterschied zur Vorrunde durfte jetzt nur immer ein Mitglied der Gruppe an den Buzzer treten. Es wurde nur eine Frage gestellt. Wer sie richtig beantwortete bekam einen Punkt. Wenn niemand die Antwort wusste, wurde eine weitere Frage nachgeschoben. Bei einer falschen Antwort gab es ebenfalls eine neue Frage. Sobald der Punkt vergeben war, trat das nächste Mitglied der Gruppe an den Buzzer und die Frage ging über das nächste Buch. Insgesamt waren damit bei 10 Büchern 10 Punkte zu vergeben. Die Oakies konnten sich zunächst durchsetzen und damit ins kleine Finale einziehen. Dort waren sie nochmals erfolgreich und ergatterten somit einen hervorragenden dritten Platz.  Es folgte noch die Siegerehrung, zu der auch die Oakies auf die Bühne gebeten wurden.  Anschließend ging es im Eilschritt zurück zum Bahnhof, wo wir den Zug nach Treuchtlingen versäumten und etwas später über Ingolstadt nach Eichstätt fuhren, um gerade noch rechtzeitig zur Faschingsrevue an der Schule einzutreffen.