Mit dem Luftballon nach Rom

Bei einem Präsentationsabend zeigten die Schüler des Willibald-Gymnasiums die Ergebnisse ihrer Seminare

Auch wenn der Buchstabe P bei schulischen Seminaren offiziell für Projekt-Seminar steht, so hat es sich das Willibald-Gymnasium nicht nehmen lassen, darin auch das Wort Präsentation hervorscheinen zu lassen: Am Donnerstag Abend hat man nämlich bei einem Präsentationsabend die Ergebnisse der derzeitigen sechs P-Seminare vorgestellt.

 

Eingeladen zu diesem Abend, der in dieser Form zum ersten Mal stattfand, hatten neben der Schule selbst auch der Freundeskreis des WG und der Elternbeirat. Und man hätte wohl kein besseres Jahr finden können, um einen derartigen Abend als Premiere anzubieten, als das Jahr 2018, denn genau im diesjährigen Abiturjahrgang hat sich ein Seminar mit den Methoden der Rhetorik befasst. So war es freilich genau diesen Schülerinnen und Schülern vorbehalten, die Moderation des gesamten Abends zu übernehmen. Sophie Riedl und Annika Vorig hießen also weit über hundert Zuhörer, darunter auch sehr viele Eltern, zu diesem Abend willkommen.

Auch Schulleiter Claus Schredl freute sich über das Zustandekommen dieses Abends: „Das Motto unserer Schule lautet: Vielfalt ist unsere Stärke. Und genau das kann man spüren, wenn man sich die Ergebnisse der Seminare anschaut“, meinte Schredl. Er bedankte sich auch bei den Eltern für deren Kommen: „Das ist ein Zeichen der Wertschätzung für unsere Schüler.“

Dr. Karl Röttel begrüßte als Vorsitzender des Freundeskreises die Anwesenden: „Es gibt eine augenfällige Gemeinsamkeit zwischen diesen P-Seminaren und unserer Vereinigung: Beide haben ihren Ursprung in der Schule, betreffen aber im Wesentlichen das Leben nach der Schule“, sagte Röttel, der auch darauf verwies, dass in einer Informationsgesellschaft die Fähigkeit, Fakten anderen Menschen mitzuteilen, immer wichtiger werde: „Ich freue mich darüber, dass wir vom Freundeskreis als Mitveranstalter euch Schülern heute die Möglichkeit geben können, die Ergebnisse der P-Seminare vor einem größeren Publikum vorzustellen.“

 

 

Im Hauptteil der Veranstaltung traten die Schülerinnen und Schüler auf die Bühne und zeigten die Produkte ihres eineinhalbjährigen Schaffens: Das P-Seminar Latein und Religionslehre hat eine Audio-App für die Romfahrt im vergangenen Juli erarbeitet. Der Kurs Wirtschaft und Recht bei Eva Liebl hat sich mit wirtschaftlichen Grundlagen bei der Industrie 4.0 beschäftigt. In diesem Zusammenhang haben sie auch mit einem 3D-Drucker geometrische Körper erstellt, die sie an Mathematiklehrer Wolfgang Schandl übergeben haben. Diese Kunststoffgebilde sollen im Matheunterricht der 5. Klassen eingesetzt werden. Der Physikkurs hat Experimente für Grundschüler entworfen und diese auch bei einer Ausstellung präsentiert. Der Kunstkurs bei Agnes Birkner hat sich mit Porträtmalerei beschäftigt und seine Ergebnisse bei einer Ausstellung im Kunsttrakt gezeigt. Der sechste Kurs hat sich um das leibliche Wohl gekümmert: Das Kombiseminar Geschichte/Biologie bei Stephan Bleitzhofer und Johannes Schmidkonz hat sich mit dem Thema Bierbrauen beschäftigt. Für diesen Abend haben sie daher eigens noch einmal ein Paar Liter Weizen und Pils gebraut. Außerdem übergaben sie die finanziellen Überschüsse, die sich immerhin auf 250 Euro belaufen, an Schulleiter Schredl für den Sozialfonds Nachbar in Not.

Nach der Vorstellung der Schülergruppen konnten noch die Ausstellungen besichtigt werden. „Es war schön zu sehen, welche vielfältigen Ergebnisse unsere Kinder in den vergangenen Monaten erarbeitet haben“, meinte eine sichtliche zufriedene Mutter.

 

Text und Fotos: Andreas Graf