7 Schulen = 1 Scheck

Eichstätter Schüler haben bei einem Benefiz-Flohmarkt gemeinsam Geld für Schwester Karoline gesammelt

 

„Es ist beeindruckend, was ihr auf die Beine gestellt habt.“ Voll des Lobes war Schwester Karoline Meyer, die am vergangenen Donnerstag einen Scheck in Höhe von knapp 1700 Euro entgegennahm, für dessen Erlös die sieben weiterführenden Schulen gemeinsam eine Aktion durchgeführt hatten.


 

Bereits im Sommer des vergangenen Jahres hatten sieben Schulen aus Eichstätt an einem Strang gezogen: Beteiligt waren die Montessori-Schule, die Mittelschule, das Förderzentrum, die Mädchenrealschule Maria Ward, die Knabenrealschule Rebdorf, das Gabrieli-Gymnasium sowie das Willibald-Gymnasium. Um Geld zu sammeln, haben diese Schulen im Rahmen des Altstadtfestes einen Benefiz-Flohmarkt auf dem Residenzplatz organisiert. Nachdem man zu Ende des Schuljahres an den einzelnen Schulen verschiedene Waren für den Verkauf gesammelt hatte, stand dann an einem Samstag beim Altstadtfest der Verkauf auf dem Programm. „Die Einteilung der Verkäufer hat wunderbar geklappt“, sagte Florian Ketterl, Schülersprecher des Willibald-Gymnasiums, bei der Spendenübergabe in der vergangenen Woche. „Man hat gesehen, dass alle Schülerinnen und Schüler als eine Gemeinschaft funktionieren.“

Auch Claus Schredl, der Schulleiter des Willibald-Gymnasiums, an dem in der vergangenen Woche die Spendenübergabe stattfand, freute sich über diese gelungene Gemeinschaftsaktion. „Es ist ein gutes Zeichen, wenn man zusammenhält.“



Zur Spendenübergabe waren die Schülersprecher der sieben beteiligten Schulen in Begleitung ihrer Schulleiter oder Verbindungslehrer erschienen. Mit anwesend war auch Walburga Bauer-Strobl, die für Schwester Karoline die Termine in Eichstätt koordiniert, sowie Hilde Waffenschmied, die Schwester von Karoline Meyer, und eine weitere Verwandte aus Erfurt.

Nach einer kleinen Vorstellungsrunde und der Scheckübergabe berichtete Schwester Karoline noch von ihrer Arbeit in Chile und betonte dabei noch einmal die Notwendigkeit dieser Spende: „Euer Geld ist für unsere Arbeit in Chile ganz wichtig.“ Ihr Ziel sei es, die Armut in Chile zu verringern. Aufgrund neoliberalistischer kapitalistischer Tendenzen sei dies nach wie vor sehr schwierig. Vor allem die Ausbildung der Jugendlichen liege ihr am Herzen. „Ich werde bis zu meinem letzten Tag für die bessere Ausstattung von Berufsschulen kämpfen“, sagte Karoline, die in ihrer gewohnt energischen, unnachgiebigen und im positiven Sinn penetranten Art auftrat. „Vieles von dem, was wir in Chile aufbauen, können wir nur mit der Hilfe aus Deutschland schaffen.“

 

Text und Fotos: Andreas Graf