2015 Pater Gintaras am WG

 
 

Litauischer Jesuitenprovinzial besuchte Eichstätt

Von Alfred Bammesberger

 

Kaunas/Eichstätt (EK) Pater Gintaras Vitkus SJ ist in Eichstätt in erster Linie durch sein Wirken als Direktor des Jesuitengymnasiums in Kaunas bekannt. Bereits als Vizedirektor war er 1992 maßgeblich daran beteiligt, dass die Verbindung zum Willibald-Gymnasium aufgebaut wurde. Pater Gintaras ist inzwischen zum Provinzial der Jesuiten für das Baltikum ernannt worden. In dieser Funktion ist er im November nach Deutschland gereist, um sich mit weiteren ranghohen Jesuiten zu treffen und die Novizen im Ordensleben zu besuchen.

 

Bei seinem Aufenthalt in Eichstätt wurde er auch vom Schulleiter des WG, Claus Schredl, und dessen Stellvertreter, Heribert Netter, zu einem Gedankenaustausch empfangen. Da erst heuer wieder eine Gruppe von Schülern und Lehrern des WG die Partnerschule in Kaunas besucht hat, war unmittelbarer Gesprächsanlass gegeben.

 

 

Foto v.l.: Pater Gintaras Vitkus SJ, Hans Eichiner, Claus Schredl, Gisela Albrecht, Heribert Netter

Gisela Albrecht, Lehrerin am WG, konnte anschaulich ihre noch durchaus frischen Eindrücke darstellen. Die Beziehung besteht jetzt schon bald ein Vierteljahrhundert, und Planungen für die Zukunft nehmen Gestalt an: Grund genug, um auf die Wichtigkeit von derartigen Kontakten für Völkerverständigung und Frieden gerade in unserer Zeit hinzuweisen.

 

Pater Gintaras hat nachdrücklich hervorgehoben, dass ohne den leider 2010 verstorbenen Mathematiklehrer Dieter Eichiner die Verbindung nicht wirklich in Gang gekommen wäre. Der Ausgangspunkt waren Hilfslieferungen von Kleidung, Möbeln und Computer. Eichiner hat immer Wege gefunden, um die Hilfstransporte zu organisieren und finanzieren. Seitens der Diözese Eichstätt wurde er dabei tatkräftig unterstützt. In der Zwischenzeit hat sich der Austausch auf der Ebene von Schülern und Lehrern zum Wohl beider Seiten erfreulich entwickelt.

 

Vor seiner Abreise zelebrierte Pater Gintaras eine Messe in der Kapelle auf dem Frauenberg und gedachte der verstorbenen Angehörigen. Dieter Eichiner wäre am 19. November 76 Jahre alt geworden. Vor fünf Jahren, am 19. November 2010, wurde er zu Grabe getragen.