Abitur 2016

 
 
ABI - THOR
HAMMER G´SCHAFFT

Abiturjahrgang 2016

 

"Ein Hammerjahrgang" verlässt die Schule

 

„Seien Sie offen für Weiterentwicklungen, sorgen Sie auch selber für diese Weiterentwicklungen, nur so bleibt das Leben spannend.“ Mit diesen Worten verabschiedete am Freitag Abend Oberstudiendirektor Claus Schredl die diesjährigen Abiturienten des Willibald-Gymnasiums bei einem feierlichen Akt in der Aula der Schule.

Und zum Feiern gab es tatsächlich einiges: Denn selten war ein Abiturjahrgang an dieser Schule so erfolgreich: Der Gesamtdurchschnitt lag letztendlich bei 2,1 und von den 99 Abiturienten durften sich sogar 38 – deutlich mehr als ein Drittel - über eine 1 vor dem Komma freuen. „Ein Hammerjahrgang“, wie auch Schulleiter Schredl in seiner Rede zugeben musste – und zwar nicht nur aus schulischer Sicht, sondern auch aus thematischer: Abithor lautete das Motto der diesjährigen Absolvia – und dementsprechend zählte auch ein aufblasbarer Gummihammer zu den Requisiten der Schüler. Äußerst bemerkenswert war auch, dass mit Marius Bittl, Sabrina Koch, Simon Regler und Lisa Hackner gleich vier Schüler für die Begabtenprüfung in München zugelassen wurden. Lisa Hackner darf sich zudem über die Traumnote von 1,0 freuen.

Nach einem Dankgottesdienst, den Pfarrer Günther Schmid und Pfarrer Björn Simnacher im Pausenhof des Willibald-Gymnasiums mit den Schülern und deren Eltern feierten, begann die Entlassfeier in der Aula der Schule, zur der auch der ehemalige Schulleiter Gerhard Miehling erschienen war und die von den Schülern musikalisch umrahmt wurde. Bei den Reden durfte zunächst Bettina Fuchs als Vertreterin des Elternbeirates das Rednerpult erklimmen: „Genießt den Zauber des Augenblicks“, sagte die Elternvertreterin, die dabei auch den Blick in die Zukunft nicht verlor: „Jetzt geht es darum, euren weiteren Weg zu gestalten.“

In Vertretung für Landrat Anton Knapp überbrachte Rita Böhm die Glückwünsche: „Ein Abiturzeugnis kann man mit Schwimmflügeln vergleichen, die einem helfen sollen, im Ozean des Lebens nicht unterzugehen“, meinte die stellvertretende Landrätin, die ihre Rede mit einem Wunsch beschloss: „Kehren Sie wieder in ihre Heimat zurück. Wir brauchen Sie auch hier, nicht nur in den großen Städten und Ballungsräumen.“

Als Vertreter der Abiturienten sprachen Alexandra Rank und Max Werner. Sie ließen – entsprechend ihrem Abimotto Abithor – ihr Schulleben im Vergleich zu den Inhalten der großen Kino-Blockbuster Revue passieren. Als „Heldenausbilder“ bezeichneten si dabei die Eltern und Lehrer, um letztendlich aber feststellen zu müssen, „dass wir zunächst nur ganz kleine Helden sind“.

Schulleiter Claus Schredl ging in seiner Rede ebenfalls auf das Abiturthema ein und nahm den Hammer zum Anlass, das in der Schule Gelernte mit einem ganzen Werkzeugkoffer zu vergleichen. „Da sind zum einen die verschiedenen Fächer mit allen Kenntnissen. Dazu gehört aber auch die Fähigkeit, gut aufzutreten und sich zu präsentieren. Hinzukommen sollte auch die Teamfähigkeit“, sagte Schredl, dem aber vor allem auch ein weiterer Gesichtspunkt wichtig ist: „Die Tatsache, dass wir füreinander da sein sollen und dass wir aufeinander angewiesen sind. Denn ohne diesen sozialen Schmierstoff kann eine Gesellschaft nicht funktionieren.“ Mit dieser Basis seien die Schüler nun gerüstet, die Welt sinnvoll zu gestalten, meinte Schredl abschließend.

Für die Vereinigung der Freunde des Willibald-Gymnasiums überbrachte Andreas Graf die Glückwünsche. Er warb zum einen für einen Beitritt zum Verein, der mittlerweile auf knapp 500 Personen angewachsen sei, zum anderen übergab er erstmals den Sozialpreis der Vereinigung an eine Schülerin.

Nach den Reden erhielten die 99 nun Ex-Schüler die Abiturzeugnisse aus den Händen von Schulleiter Schredl. Viele der Abiturienten bekamen noch zusätzliche Ehrungen. Nach der Zeugnisübergabe bedankten sich die Abiturienten noch mit einem Lied und einer Rose bei den Lehrern. „Mit ihrem Wissen und ihrer Geduld haben Sie uns zu dem gemacht, was wir heute sind“, sagte Lea Markiewicz in Vertretung aller Schüler. Weitergefeiert wurde dann im Alten Stadttheater.

 

 

Sozialpreis: Ein Novum gab es bei der diesjährigen Abiturfeier: Die Vereinigung der Freunde des Willibald-Gymnasiums vergaben erstmals einen sogenannten Sozialpreis. Der Ehemaligen-Verein will damit vor allem das ehrenamtliche und soziale Engagement eines einzelnen Schülers in den Mittelpunkt stellen. Freilich geht es in der Schule um die Weitergabe von Wissen, doch darf auch die Weitergabe und Sensibilisierung für soziales Engagement nicht zu kurz kommen. „Wissen bleibt dann tot, wenn ein Schüler es nicht zur Verbesserung der Lebensbedingungen einsetzen will oder kann. Wissen ist dann unnütz, wenn es zwar im Gehirn ankommt, aber von dort kein Befehl an die Hände zur Handlung weitergeleitet wird“, sagte Andreas Graf, der Schriftführer der Vereinigung, in seiner Rede. Als erste Trägerin des Sozialpreises wurde Luisa Meyer auserkoren. „Luisa zeigte über das ganze Schulleben hinweg große Hilfsbereitschaft und engagierte sich in verschiedensten Projekten an der Schule“, sagte Graf in seiner Laudatio. Die Schülerin, die in ihrer Freizeit auch schon in den Lebenshilfewerkstätten gearbeitet hat und stets sehr bescheiden auftritt, wurde auch von ihren Mitschülern in der Abiturzeitung als „äußerst liebenswürdig“ beschrieben.

 

 

Erstmals vergab die Vereinigung der Freunde des Willibald-Gymnasiums einen Sozialpreis. Schriftführer Andreas Graf ehrte dabei Luisa Meyer.