Abiturjahrgang 2015

Gleich zweimal die 1,0

 

„Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Welt erobern und Ihre Talente zur Entfaltung bringen können.“ Mit diesen Worten hat Oberstudiendirektor Claus Schredl die Abiturienten des Willibald-Gymnasiums bei einem feierlichen Akt verabschiedet.

 

Willibald-Gymnasium verabschiedete 79 Abiturienten
– "Basis für weiteren Weg"

Es konnte gefeiert werden: Zum einen hatten von den 79 Schülerinnen und Schülern, die zu den Prüfungen angetreten waren, auch alle das Abitur geschafft. Zum anderen erreichten in diesem Schuljahr gleich zwei Schüler die Traumnote von 1,0: Maximilian Iberl und Sarah Kohler erfüllen mit diesem Ergebnis auch die Voraussetzungen für die Begabtenprüfung.

Nach einem Dankgottesdienst im Pausenhof des Willibald-Gymnasiums begann die Entlassfeier in der Aula der Schule. Bei den Reden durfte zunächst Martina Edl als Vertreterin des Elternbeirats das Pult erklimmen; sie gab den Abiturienten elterliche Ratschläge mit auf den Weg: „Bleibt euch immer treu, auch wenn man nicht immer alle Konventionen erfüllen kann.“ Oft gebe es im Leben Hindernisse, manchmal müsse man auch Opfer bringen, um an das Ziel zu kommen, sagte Edl.

Als Vertreter der Abiturienten sprachen Clara Hausmann und Andreas Böhm, die die vergangenen acht Jahre noch einmal Revue passieren ließen. Besondere Ereignisse seien die Klassenfahrten gewesen: „Gemeinsame Erlebnisse schweißen zusammen“, meinten die beiden. Während der Schulzeit hätte es auch viele Veränderungen gegeben: Zum einen sei das Schulhaus grundlegend saniert worden, und neueste Technik hätte Einzug gehalten: „Ein Unterricht ohne Internetzugang ist für uns schon kaum mehr vorstellbar“, lobten sie die guten technischen Voraussetzungen an der Schule. Zum anderen habe vor einem Jahr der Schulleiter gewechselt. In diesem Zusammenhang dankten sie dem ehemaligen Oberstudiendirektor Gerhard Miehling. „Sie haben einen großen Teil dazu beigetragen, dass wir hier stehen“, meinten Hausmann und Böhm.

Überhaupt kam das Wort Danke in der Rede der Abiturienten recht häufig vor: So ging der Dank an den neuen Schulleiter Claus Schredl, Stellvertreter Heribert Netter und all den Lehrern, die sie in der Oberstufe unterrichtet hatten. Als Anerkennung dafür überreichten sie den Lehrkräften jeweils eine weiße Rose. Und die beiden waren sich einig: „Alle werden wir uns gerne an diese Zeit zurückerinnern.“

Schulleiter Claus Schredl thematisierte vor allem den Wert der Freundschaft: „Ich wünsche Ihnen, dass die Freundschaft der stabile Faktor in ihrem Leben sein kann, dass die Freundschaft die Spur ist, die Sie begleitet.“ Schredl freute sich vor allem darüber, dass alle Schüler das Abitur auch bestanden hätten, aber auch, dass bei 22 Schülerinnen und Schülern eine Eins vor dem Komma stünde. „Wir haben mitgefiebert, und darum freut es uns umso mehr, dass es wirklich alle geschafft haben und dass wir heute gemeinsam feiern können“, meinte Schredl, der auch einen Blick in die Zukunft warf: „Wir hoffen, dass wir als Schule Ihnen das nötige Rüstzeug mitgeben konnten, dass wir die Basis für Ihren weiteren Weg legen konnten.“ Die Abiturienten sollten sich also nicht fürchten, sondern auf ihre Fähigkeiten vertrauen. „Gehen Sie hinaus und gestalten Sie die Welt“, meinte Schredl abschließend.

Für die Vereinigung der Freunde des Willibald-Gymnasiums überbrachte Andreas Graf die Glückwünsche. Er übergab an Thomas Köckner, Lena Rasch und Jonas Breitner für ihre besonderen Leistungen im Abitur ein Präsent.

Landrat Anton Knapp überbrachte die Glückwünsche für den Landkreis. „Sie stehen jetzt auf einem Höhenplateau und freuen sich, dass es weitergeht“, umschrieb Knapp die Lage der Abiturienten. „Sie spüren aber auch, dass man sich nach wie vor anstrengen muss.“ Die Schüler sollten sich immer ihren Frohsinn bewahren.

Nach den fünf Reden erhielten die 79 Ex-Schüler die Abiturzeugnisse aus den Händen von Schulleiter Schredl. Viele der Abiturienten bekamen noch zusätzliche Ehrungen. Besonders freute sich Schredl neben den beiden Schülern mit der Traumnote 1,0 auch über die Leistungen von Clara Hausmann und Sebastian Funk, die für die Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen werden. Die Voraussetzungen für das Cusanuswerk erfüllt in diesem Jahrgang Raphael Schmidpeter.


Andreas Graf