Bilingualer Unterricht

 
Ein besonderes Unterrichtsangebot am Willibald-Gymnasium ist der bilinguale Sachfachunterricht, den wir bereits seit Jahren im Rahmen eines bilingualen Zugs anbieten.

Bilingualer Sachfachunterricht heißt bei uns am WG, dass die Fächer Geographie und/oder Geschichte auf Englisch unterrichtet werden.

Im bilingualen Sachfachunterricht geht es primär um die Vermittlung geographischer und historischer Inhalte. Der Lehrplan wird vollständig erfüllt. Es handelt sich also nicht um einen Ergänzungsunterricht im Fach Englisch, bei dem gezielt grammatische Strukturen eingeübt und besondere Probleme beim Fremdsprachenerwerb angesprochen werden. Dennoch wird auf eine korrekte und angemessene Verwendung der Sprache Wert gelegt, da die Schülerinnen und Schüler in der Fremdsprache miteinander kommunizieren. Überschaubare Lerngruppen fördern dabei nicht nur die kommunikativen Fertigkeiten in der Fremdsprache, sondern ermöglichen auch alternative Unterrichtsformen.

Wie ist der bilinguale Unterricht an unserer Schule organisiert?

  • Die Teilnahme am bilingualen Unterricht ist freiwillig. Die Anmeldung findet am Ende der 5. Jahrgangsstufe statt.  Schülerinnen und Schüler, die teilnehmen wollen,
    müssen jedoch alle Englisch als 1. Fremdsprache gewählt haben.
  • Als Vorbereitung auf den eigentlichen bilingualen Geographieunterricht in der 7. Jahrgangsstufe besuchen Schülerinnen und Schüler, die sich für den bilingualen Zweig angemeldet haben, in der 6. Jahrgangsstufe einen sogenannten „bilingualen Vorkurs“ mit 2 Wochenstunden. In diesem Vorkurs werden zum einen Inhalte aus dem Geographieunterricht der 5. Klasse wiederholt, aber auch bereits einige Themen aus der 7. Klasse angesprochen. Neben der schrittweisen Vermittlung des speziellen Fachvokabulars in der Fremdsprache liegt das Augenmerk im Vorkurs vor allem auf dem spielerischen Einüben wichtiger geographischer Arbeitstechniken, die für den weiteren bilingualen Unterricht unbedingt nötig sind. Auch der bilinguale Vorkurs wird bereits fast vollständig in der Fremdsprache unterrichtet, jedoch gibt noch keine Noten und Leistungsnachweise.
  • In der 7. und 8. Klasse haben die auf Englisch unterrichteten Schülerinnen und Schüler 3 Wochenstunden Geographieunterricht und damit eine Stunde mehr, um den üblichen Geographiestoff zu erarbeiten.
  • Da in der 9. Jahrgangsstufe Geographie nicht in der Stundentafel vorgesehen ist, haben die Schülerinnen und Schüler des bilingualen Zweiges die Möglichkeit, den bilingualen Unterricht im Fach Geschichte mit 3 Wochenstunden weiterzuführen. Der bilinguale Geschichtsunterricht in der 9. Jahrgangsstufe steht dabei auch Schülerinnen und Schülern offen, die bislang nicht den bilingualen Geographieunterricht besucht haben.
  • In der 10. Jahrgangsstufe können die Schülerinnen und Schüler des bilingualen Zugs entweder Geschichte oder Geographie auf Englisch weiterführen oder alternativ auch beide Fächer belegen, Geographie mit 3 Wochenstunden, Geschichte mit 2 Wochenstunden.
  • In der Q11 und Q12 wird der Geographie- und der Geschichtsunterricht ausschließlich auf Deutsch angeboten. Jedoch gibt es in beiden Fächern regelmäßig bilinguale W-Seminare in englischer Sprache.

Worin liegen die Vorteile des bilingualen Unterrichts?

  • Nach den Ergebnissen einer internationalen Studie, den Erfahrungen der Schulen, die dieses Unterrichtsverfahren bereits erfolgreich einsetzen, und nach unseren eigenen Beobachtungen nach 7 Praxisjahren im bilingualen Unterricht wirken sich bilinguale Angebote in Sachfächern wie Geographie und Geschichte nicht nur positiv auf die Leistungen in diesen Fächern aus, sondern auch auf den Englischunterricht. Studien haben ergeben, dass bilinguale Klassen im Englischunterricht in allen Bereichen einen deutlichen Vorsprung haben; besonders auffällig ist dieser beim Hörverstehen und im Bereich der Sprechfertigkeit.
  • Bilingualer Unterricht bringt somit für die Kinder einen großen Vorteil in der Schule und ist eine ideale Vorbereitung auf das Leben in einer globalisierten Welt, in welcher Englisch als Hauptverständigungsmittel in Beruf und Wissenschaft keine Fremdsprache mehr sein darf, sondern praktisch zweite Muttersprache sein muss. Der bilinguale Unterricht leistet dabei einen entscheidenden Beitrag, indem er Schülerinnen und Schüler darauf vorbereitet, in einer global verflochtenen Welt in vielfältigen fremdsprachlichen Kommunikationssituationen bestehen zu können.

 

Der Besuch des bilingualen Zweiges wird durch eine Bemerkung in allen Zeugnissen dokumentiert. Die Geographie- bzw. Geschichtsnote erscheint weiter wie gewohnt im Zeugnis. Ferner kann ein Zertifikat verliehen werden, das den Schülern den erfolgreichen Abschluss des bilingualen Zweigs dokumentiert.