Weihnachsaktion

25. Oktober 2013

Weihnachtsaktion 2013

Weihnachtsaktion startet mit Solidaritätslauf

Das Willibald-Gymnasium ist seinem Ruf als soziale Schule wieder einmal bestens gerecht geworden: Beim Auftakt für die diesjährige Weihnachtsaktion erliefen die Schüler bei einem Solidaritätslauf einen ersten großen Spendenbeitrag. In diesem Jahr soll die in der Region bestens bekannte und in Chile tätige Missionarin Karoline Mayer und ihre Organisation Christo Vive (Christus lebt) vom WG unterstützt werden.

Organisiert wird die diesjährige Weihnachtsaktion, die von Religionslehrer Willibald Scherer ins Leben gerufen wurde und heuer bereits zum 24. Mal stattfindet, von den Schülern des P-Seminars Katholische Religionslehre, die gleich zu Beginn des Aktionstages in der Pausenhalle ihren Mitschülern die Absicht der diesjährigen Aktion erklärten: „Wir haben uns vorgenommen, mit den Ärmsten auf der Welt unseren Wohlstand zu teilen“, sagte Johannes Walter aus der Q12 in der Pausenhalle, wo sich sämtliche Schüler am Morgen getroffen hatten. Zwar konnte Schwester Karoline gestern nicht persönlich in Eichstätt sein, doch sie sandte eine Videobotschaft an die Schüler: „Wir freuen uns, dass ihr für uns lauft und uns ein besseres Leben ermöglicht. Viele Grüße aus Chile“, sagte die engagierte Missionarin auf Großleinwand.

Im Zentrum des Tages standen eine Infoveranstaltung, bei der die Schüler weitere Informationen über die Stiftung von Schwester Karoline erfuhren, sowie ein Solidaritätslauf. Freilich entschieden sich die meisten Schüler für die aus sportlicher Sicht gemütliche Variante und wanderten gemeinsam mit ihren Lehrern nach Landershofen und wieder zurück. Eine Gruppe von etwa 25 hochmotivierten Sportlern hingegen ließ es sich nicht nehmen, die Strecke laufend zurückzulegen: Unter der Anleitung von Christian Schurack – selbst passionierter Läufer – starteten sie im Pausenhof bei kühlen, aber angenehmen Temperaturen und joggten nach Landershofen. Gut 40 Minuten brauchten die ersten, um diese Strecke zu bewältigen. Für den Lauf (oder auch Gang) mussten die Schüler im Vorfeld einen beliebigen Betrag von Eltern, Freunden und Bekannten als Spende sammeln – doch einfaches Betteln war hier nicht angesagt: „Weil die Schüler kaum über eigenes Geld verfügen, sollen sie sich stellvertretend mit ihrer Muskelkraft das Spendengeld verdienen“, erklärte Andrea Hackenberg den Hintergrund des Laufes. Einige Schüler jedoch ergriff dabei so großer Ehrgeiz, dass sie auch Eichstätter Geschäfte abklapperte und um Spenden baten.

Wer von den Schülern gerade nicht beim Laufen war, konnte sich in der Pausenhalle bei einem Film über die Arbeit von Christo Vive informieren, bei einem Quiz teilnehmen oder den Klängen von Big-Band und Schülerband lauschen. In den Pausen verkauften die Schüler Wurstsemmeln. Die Waren hierfür wurden großzügig von Firmen der Region gespendet: Die Wurst stammte von der Metzgerei Bösl in Titting, die Semmeln von der Bäckerei Margraf in Obereichstätt. Mit ihrer Spende wollen diese Firmen auf ihre Art die Arbeit von Schwester Karoline unterstützen. Zudem konnten die Schüler Äpfel essen, die von der Firma Edeka gespendet wurden und vom Elternbeirat „schülergerecht zurechtgeschnibbelt“ wurden.

Aufmerksame Stimmung herrschte im Musiksaal, wo insgesamt sechs Mal an diesem Vormittag die Schüler über die Arbeit von Christo Vive informiert wurden. Die Eichstätterin Walburga Bauer-Strobel, Mitglied von Christo Vive Europa, sowie Elisabeth Strobel und Thomas Russer, die beide vor zwei Jahren am WG Abitur gemacht haben und ein halbes Jahr in Chile verbrachten, informierten die Schüler über die Arbeit von Schwester Karoline. „Ziele unserer Arbeit ist es, die Selbstverwirklichung der Armen zu erhöhen und ihnen damit einen Platz in der Gesellschaft zu ermöglichen“, meinten die Referenten. Angefangen habe in Chile alles mit einem Armenessen, mittlerweile habe Schwester Karoline ein umfassendes Netzwerk von Hilfsstellen in Südamerika aufgebaut: Dazu zählen Kindergärten, Berufsbildungszentren, Behindertenheime oder auch ein Drogen-Rehabilitations-Zentrum. Ganz gespannt hörten die Schüler zu, wie mancher Südamerikaner an warmes Wasser zum Duschen kommt: „Man schneidet Plastikflaschen auf, steckt sie zusammen, füllt diesen Schlauch mit Wasser und legt ihn in die Sonne“, erklärten die Referenten.

Am Ende des Vormittages verkündeten die verantwortlichen Schüler unter großem Applaus die bisherige Spendenhöhe: 11 067 Euro wurden schon gesammelt. Als eifrigste Sammler erwies sich die Klasse 5B – doch das war erst der Anfang. In den kommenden Wochen wird hoffentlich noch viel Geld für Christo Vive gesammelt.