Vorbereitung auf das Sozialpraktikum

Im Rahmen der Vorbereitung auf das „Große Praktikum“ waren am 26. Februar 2016 zwei Expertinnen bei den Sozialwissenschaftlern der Klasse 10c zu Gast: Petra Bittl, Caritasreferentin für Fort- und Weiterbildung in der Altenhilfe, und Christiane Hafner-Flierl, Altenbetreuerin im Seniorenheim St. Pius in Ingolstadt.

Engagiert, authentisch und lebensnah führten sie die Schüler in den Umgang mit dementen Menschen ein: mit dem eindrucksvollen „Lebensflussmodell“ am Beispiel der fiktiven Person „Anna Obermeier“ aus Pollenfeld, mit sachlichen Informationen zur Demenz und vielen anschaulichen Materialien, die sie den Jugendlichen mitbrachten.

Zur Einfühlung in die Situation dementer Menschen machten die Schüler eine kurze Gruppenarbeit. Für die Vorstellung der Ergebnisse bekamen sie dann Ohrstöpsel und spezielle Brillen, die einige typische Beeinträchtigungen alter Menschen simulieren.

Anhand der Pflegecharta betonten die Referentinnen, dass die Menschenwürde und die Selbstbestimmung der hilfs- und pflegebedürftigen Menschen jederzeit im Vordergrund stünden. Das bedeute beispielsweise, die Menschen immer höflich und wie Erwachsene zu behandeln – wie eingeschränkt sie auch sein mögen – und bei allen Angeboten auf ihre Bedürfnisse einzugehen.

Frau Bittl und Frau Hafner-Flierl zeigten den Schülern verschiedene einfache Beschäftigungsmöglichkeiten und probierten einige mit ihnen zusammen aus: geeignete Fragen zum Kennenlernen, eine Handmassage, gemeinsames Lesen, Basteln, Malen und Singen, Spiele mit Luftballons (die geeigneter sind als Bälle, weil sie leichter sind und langsamer fliegen) und einfache Brettspiele.

Die Schüler bekamen ein extra für sie zusammengestelltes Geheft mit praktischen Hinweisen und konkreten Tipps, das sie zu ihrem Praktikum mitnehmen können. Außerdem ermutigten die beiden Referentinnen die Jugendlichen, auf ihre eigene Intuition zu vertrauen, und stimmten sie durch ihre positive Haltung und ihre konkreten Tipps aus ihrer eigenen Erfahrung sehr gut auf das Praktikum ein.

 Nadja Kohler