Schulkonzert 2017

Musikalische Achse der Freundschaft am WG

Die Schüler begeistern mit einem reichhaltigen Programm / Auftritt der Gäste aus Litauen

 

Gleich aus doppelter Sicht ging es beim Sommerkonzert des Willibald-Gymnasiums am Mittwoch Abend im Alten Stadttheater international zu: Zum einen steht diese Schulwoche ganz im Sinne des Austauschs mit den Partnerschulen aus Litauen und Spanien, andererseits nahmen die Musiker unter dem Motto „Von fremden Ländern und Menschen“ ihre Zuhörer mit auf eine Reise um die Welt.

Die internationalen Beziehungen der Schule machte auch Schulleiter Claus Schredl zum Thema seiner Begrüßungsworte: „Es hat sich ein wohltuender Austausch entwickelt“, sagte der Schulchef zu Beginn des Konzertes. Mit der spanischen Schule in Los Vélez – als Naturpark ist diese Region ja auch verpartnert mit dem Landkreis Eichstätt - pflegt das WG seit sechs Jahren freundschaftliche Kontakte. Der Austausch mit Litauen feierte ein kleines Jubiläum und kann schon auf 25 Jahre zurückblicken. „Mit Litauen hat sich eine Partnerschaft auf Augenhöhe entwickelt“, sagte Schredl, der sich zugleich bei den Zuhörern für ihr zahlreiches Erscheinen bedankte. „Ihr Dasein ist eine Wertschätzung für die lange Probenarbeit der Musiker.“ In der Tat war das Stadttheater mehr als voll, die letzten Zuhörer mussten mit Stehplätzen vorlieb nehmen.



Und wenn es schon international zugeht, stand natürlich auch das Programm im Zeichen einer Weltreise: Los ging es in der Karibik: Eine volle Bühne – Orchester und Unterstufenchor und Streicherklasse aus der sechsten Jahrgangsstufe – nahm die Zuhörer mit auf die Südseeinsel mit einem Medley aus „Fluch der Karibik“. Moderiert wurde der Abend von Annika Vorig und Benedikt Haunschild (beide Q11), die die Zuhörer mit einer kurzweiligen und herrlich unaufgeregten Art auf ihrer Reise um die Welt begleiteten. Im Reigen der Musikstücke ging es weiter mit der Streicherklasse aus der sechsten Jahrgangsstufe, die die Jamaican Suite Tingalayo zum besten gab. Anschließend präsentierten die Streicher aus der fünften Klasse einen Prärie-Song: Richtig herzerfrischend ist es, diesen jungen Musikern, die vor einem Jahr noch keine Erfahrung mit Geige, Bratsche & Co hatten, zuzusehen, wie sie vor großem Publikum ihre frisch erlernten Künste zeigten. Vier junge Musiker zeigten als Percussion-Ensemble ihre Fertigkeiten im Rhythmusgefühl.

Der Unterstufenchor intonierte gemeinsam mit einer Band nochmals drei Lieder aus dem Musical „Siam und Angora“.



Die zweite „Halbzeit“ begann mit einem musikalischem Aufweis der Internationalität der Schule: Die Gäste aus Litauen erklommen die Bühne und präsentierten ein deutsches Lied: „Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort“, nach einem Text von Rainer Maria Rilke. Riesen Applaus erhielten die litauischen Musiker für ihre getragene Darbietung.

Stimmgewaltig und äußerst rhytmisch legte dann der Große Chor vor: Unter ihren drei Liedern intonierten sie unter anderem ein „Hair-Medley“.

Was nun folgte, war eine Überraschung im Ablauf der Sommerkonzerte des WG: Mit dem Lied „Thank you for the music“ verabschiedeten sich die vier Musiklehrer Christine Bleitzhofer, Barbara Rank, Andrea Riemer und Thomas Klaschka von den diesjährigen Abiturienten, die danach auch alle auf die Bühne gebeten wurden und aus den Händen der Musiklehrer eine Rose in Empfang nehmen durften. Bei der großen Anzahl an Schulabgängern hätte einem fast mulmig werden können, was die musikalische Zukunft der Schule betrifft, doch gerade die vielen Nachwuchsmusiker in den unteren Klassen ließen dieses Gefühl schnell verschwinden. Mit dem Lied Legendary verabschiedeten sich ihrerseits die diesjährigen Abiturienten, bevor die Band aus der Q12 Rivers and Roads präsentierten. Zum Ende bedankte sich Schulleiter Schredl noch mit einem Blumenstrauß bei den vier verantwortlichen Musiklehrern.

Der Bigband der Schule unter der Leitung von Thomas Klaschka war es dann traditionell vorbehalten, die Schlussphase dieses kurzweiligen Konzertes einzuleiten. Mit ihren Tönen in den Ohren waren dann die Zuhörer nach einer Reise um die Welt wieder in Eichstätt angelangt und durften den Nachhauseweg antreten.