Faschingsrevue 2016

Gruß ans "Kultusmysterium"


Eichstätt (gfs) Wer schon immer einmal wissen wollte, warum man ausgerechnet mit einem oberpfälzischen Dialekt Zugang zu einer wertvollen Wasserquelle erhält, der war bei der Faschingsrevue des Eichstätter Willibald-Gymnasiums genau richtig.

Einen äußerst kurzweiligen Abend boten die Schüler des Willibald-Gymnasiums bei ihrer Faschingsrevue. Auch der Zwergentanz der Q12 erntete dabei viel Applaus.



Verkehrte Welt am Willibald-Gymnasium: Während sich die Schüler an allen Tagen des Jahres brav zu benehmen haben, durften sie an diesem Mittwoch ihre Lehrer auch einmal in humorvoller Weise karikieren und den Schulalltag aus ihrer Sicht darstellen. Auch die Tatsache, dass sich Lehrer und der Direktor zu kleinen neckischen Spielchen auf die Bühne bitten ließen, machte den besonderen Charme dieser Veranstaltung aus, die von den Schülersprechern Anna Muhr und Gregor Böhm moderiert wurde.



Den Reigen der Darbietungen eröffnete die Klasse 5b, die Handpuppen tanzen ließ.

Die 5c hingegen ging der Frage nach, inwieweit Schüler heutzutage belastet seien - belastet freilich im Sinne von Gewicht. Schnell stellte sich so bei einer "medizinischen Untersuchung" heraus, dass so manche Schüler nicht nur eigene Tischlampen, sondern auch riesige Steine oder überdimensionierte Maskottchen in den Unterricht schleppen.

Beim Spiel "Fünf gegen Schredl" der Klasse 6d musste Schulleiter Claus Schredl auf die Bühne und sich gegen ein Schüler-Lehrerteam behaupten.

Hier galt es etwa, rückwärts gespielte Lieder zu erkennen oder mit akrobatischen Verrenkungen einen Gegenstand vom Boden aufzuheben.

Auch wenn er als Alleinkämpfer angetreten war, konnte Schredl die Bühne als Sieger verlassen - und durfte als Prämie eine weitere Badeente mit in sein Büro nehmen.

Bei "Klein gegen Groß" der Klasse 6a stellten Nachwuchsstars ihre Talente vor.


Eine beliebte Methode bei der Faschingsrevue, zu der abermals so viele Zuschauer in die Aula kamen, dass die Sitzplätze nicht ausreichten, ist es auch, aus dem Fernsehen bekannte Sendungen auf die Schule zu übertragen.

So kann es dann schon mal passieren, dass diverse Lehrkräfte bei einer Lehrer-Playback-Show der Klasse 6b in Gruppen mit ihrer Lieblingsband auftreten. Gewonnen hat letztendlich mit überzeugenden Gesangselementen - niemand.

Durchaus kritisch setzte sich gleich nach der Pause die Klasse 6c mit dem Schulalltag auseinander. Gemeinsam mit ihrem Mathelehrer Marcus Reichenwallner präsentierten die Schüler zur Melodie von "Frozen" ein Lied mit Beschreibungen ihres Schullebens und deckten dabei auch gewisse Schwachstellen im Schulsystem auf.

"Wir wollen einfach nur Schüler sein", sangen die Sechstklässler dabei, und schickten auch einen Seitenhieb nach München: Sie wollen nämlich keine weiteren Reformen aus dem "Kultusmysterium".


Im Stück "Das Kochkäppchen und der böse Wolfgang" der Klassen 10ac ging es darum, dass der wasserverliebte Lehrer Florian Koch sich auf die Suche nach einer Quelle macht.

Als er nach einem längeren Marsch durch den Wald mit dem spanischen Ausruf "Hola que tal", den das Quellengespenst als oberpfälzische Variante einer chemischen Formel interpretiert, Zugang zum Wasser bekommt, scheint die Welt wieder in Ordnung zu sein. Ein unterhaltsames Stück mit witziger Parodie vieler Lehrergewohnheiten.

Die Q11 wollte mit ihrem Stück bemerkt haben, dass bei zwei Chemielehrern "die Chemie stimmt". Davon ausgehend entspinnt sich eine amouröse Verfolgungsjagd durch das Lehrerkollegium.

Aufgrund so mancher Eigenart, aber auch wegen auffälliger Kleidung oder markanter Utensilien wurde meist sehr schnell klar, wer hier gedoubelt wurde. Den Abschluss der Schülerdarbietungen machte die Q12 mit einem Zwergentanz.

Auch die Lehrer wagten sich mit einer musikalisch-witzigen Liedeinlage von "Ein Freund, ein guter Freund" auf die Bühne:

 

Schon alleine das Aussehen in Handwerkerkostümen mit Latzhosen und Mützen sorgte dabei für große Lacher im Publikum und beendete eine kurzweilige Faschingsrevue, deren musikalische Umrahmung abermals in den Händen der Big Band unter der Leitung von Musiklehrer Thomas Klaschka lag.


Von Andreas Graf

 

 

 

 

 

Gruß ans "Kultusmysterium"

Bild: Gruß ans

Eichstätt (gfs) Wer schon immer einmal wissen wollte, warum man ausgerechnet mit einem oberpfälzischen Dialekt Zugang zu einer wertvollen Wasserquelle erhält, der war bei der Faschingsrevue des Eichstätter Willibald-Gymnasiums genau richtig.

Eichstätt: Gruß ans "Kultusmysterium"
Einen äußerst kurzweiligen Abend boten die Schüler des Willibald-Gymnasiums bei ihrer Faschingsrevue. Auch der Zwergentanz der Q12 erntete dabei viel Applaus. - Foto: Kraus

Verkehrte Welt am Willibald-Gymnasium: Während sich die Schüler an allen Tagen des Jahres brav zu benehmen haben, durften sie an diesem Mittwoch ihre Lehrer auch einmal in humorvoller Weise karikieren und den Schulalltag aus ihrer Sicht darstellen. Auch die Tatsache, dass sich Lehrer und der Direktor zu kleinen neckischen Spielchen auf die Bühne bitten ließen, machte den besonderen Charme dieser Veranstaltung aus, die von den Schülersprechern Anna Muhr und Gregor Böhm moderiert wurde.

Den Reigen der Darbietungen eröffnete die Klasse 5b, die Handpuppen tanzen ließ. Die 5c hingegen ging der Frage nach, inwieweit Schüler heutzutage belastet seien - belastet freilich im Sinne von Gewicht. Schnell stellte sich so bei einer "medizinischen Untersuchung" heraus, dass so manche Schüler nicht nur eigene Tischlampen, sondern auch riesige Steine oder überdimensionierte Maskottchen in den Unterricht schleppen. Beim Spiel "Fünf gegen Schredl" der Klasse 6d musste Schulleiter Claus Schredl auf die Bühne und sich gegen ein Schüler-Lehrerteam behaupten. Hier galt es etwa, rückwärts gespielte Lieder zu erkennen oder mit akrobatischen Verrenkungen einen Gegenstand vom Boden aufzuheben. Auch wenn er als Alleinkämpfer angetreten war, konnte Schredl die Bühne als Sieger verlassen - und durfte als Prämie eine weitere Badeente mit in sein Büro nehmen. Bei "Klein gegen Groß" der Klasse 6a stellten Nachwuchsstars ihre Talente vor.

Eine beliebte Methode bei der Faschingsrevue, zu der abermals so viele Zuschauer in die Aula kamen, dass die Sitzplätze nicht ausreichten, ist es auch, aus dem Fernsehen bekannte Sendungen auf die Schule zu übertragen. So kann es dann schon mal passieren, dass diverse Lehrkräfte bei einer Lehrer-Playback-Show der Klasse 6b in Gruppen mit ihrer Lieblingsband auftreten. Gewonnen hat letztendlich mit überzeugenden Gesangselementen - niemand.

Durchaus kritisch setzte sich gleich nach der Pause die Klasse 6c mit dem Schulalltag auseinander. Gemeinsam mit ihrem Mathelehrer Marcus Reichenwallner präsentierten die Schüler zur Melodie von "Frozen" ein Lied mit Beschreibungen ihres Schullebens und deckten dabei auch gewisse Schwachstellen im Schulsystem auf. "Wir wollen einfach nur Schüler sein", sangen die Sechstklässler dabei, und schickten auch einen Seitenhieb nach München: Sie wollen nämlich keine weiteren Reformen aus dem "Kultusmysterium".

Im Stück "Das Kochkäppchen und der böse Wolfgang" der Klassen 10ac ging es darum, dass der wasserverliebte Lehrer Florian Koch sich auf die Suche nach einer Quelle macht. Als er nach einem längeren Marsch durch den Wald mit dem spanischen Ausruf "Hola que tal", den das Quellengespenst als oberpfälzische Variante einer chemischen Formel interpretiert, Zugang zum Wasser bekommt, scheint die Welt wieder in Ordnung zu sein. Ein unterhaltsames Stück mit witziger Parodie vieler Lehrergewohnheiten.

Die Q11 wollte mit ihrem Stück bemerkt haben, dass bei zwei Chemielehrern "die Chemie stimmt". Davon ausgehend entspinnt sich eine amouröse Verfolgungsjagd durch das Lehrerkollegium. Aufgrund so mancher Eigenart, aber auch wegen auffälliger Kleidung oder markanter Utensilien wurde meist sehr schnell klar, wer hier gedoubelt wurde. Den Abschluss der Schülerdarbietungen machte die Q12 mit einem Zwergentanz.

Auch die Lehrer wagten sich mit einer musikalisch-witzigen Liedeinlage von "Ein Freund, ein guter Freund" auf die Bühne: Schon alleine das Aussehen in Handwerkerkostümen mit Latzhosen und Mützen sorgte dabei für große Lacher im Publikum und beendete eine kurzweilige Faschingsrevue, deren musikalische Umrahmung abermals in den Händen der Big Band unter der Leitung von Musiklehrer Thomas Klaschka lag.

Von Andreas Graf

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