Gleich drei Mal die Traumnote von 1,0

Am Willibald-Gymnasium haben alle Schüler ihr Abitur bestanden - mit einem sensationellen Gesamtschnitt

 

„Sie sind ein toller Abiturjahrgang.“ Mit diesen Worten verabschiedete Schulleiter Claus Schredl am Freitag Abend in der Schulaula die Abiturienten des Willibald-Gymnasiums.

Und in der Tat hatten die diesjährigen Entlassschüler einiges zu feiern: Zum einen bestanden von den 78 angetretenen Abiturienten alle ihre Prüfungen, zum anderen ist die erreichte Durchschnittsnote von 2,10 so gut wie nie in der Schulhistorie. Das Zuckerl obendrauf setzten mit Katharina Altrichter, Sophie Meyer und Katharina Philipp gleich drei Schülerinnen, die mit der Traumnote von 1,0 die Schule verlassen können. Viele Gründe waren also gegeben, um den Freitag zu einem Feiertag zu machen.


 

Los ging es bereits am Nachmittag mit einer Dankandacht. Im Anschluss daran folgte der eigentliche Festakt in der Aula der Schule, wo die drei Schülervertreter – Luise Domina, Maria Habisch und Jannick Uellendahl – die versammelte Festgemeinde begrüßten. Getreu ihrem Abiturmotto „Abi heute – Captain Morgan“ ließen sie ihre Schulzeit anhand ausgewählter Orte noch einmal Revue passieren. Den Anfang machte dabei der Schullandheimaufenthalt gleich zu Beginn der fünften Klasse: „Dort wurde aus einem wild zusammengewürfelten Haufen eine echte Crew“, meinten die Schüler. Bei ihrem letzten Gefecht (Oberstufenjahre) verfügten die Seemänner dann bereits über eine eigene Kajüte (Q-Zimmer). Die Schüler bedankten sich im Rahmen ihrer Rede vor allem bei den Eltern („Ihr habt uns immer wieder auf Spur gebracht.“) und bei den Lehrern für die „perfekte Abiturvorbereitung. Als Dank übergaben sie an die Lehrer eine Rose.

Auch die Vorsitzende des Elternbeirats, Martina Edl, überbrachte ihre Glückwünsche. Sie thematisierte den Wert der Schule: „Das Willibald-Gymnasium ist euch in den vergangenen Jahren ein Stück Heimat geworden.“ Edl warf aber auch einen Blick in die Zukunft: „Das Abitur ist eine Basis, auf der ihr die Welt gestalten und verändern könnt.“ Dafür seien die Schüler nun gut gerüstet.

Für den Landkreis Eichstätt übermittelte Tanja Schorer-Dremel, die stellvertretende Landrätin, ihre Glückwünsche und gab dabei den Entlassschülern ein paar Tipps mit auf den Weg: „Bewahren Sie sich ein offenes Herz und verlieren sie ihre Ziele nicht aus den Augen.“

Schulleiter Claus Schredl ging in seiner Rede ebenfalls auf das Abiturthema ein und meinte: „Sie brauchen Mut und Abenteuerlust, sie werden Neues entdecken und hoffentlich niemals aufgeben.“ Schredl machte aber auch auf den Wert von sozialen Kontakten aufmerksam: „Wir Menschen sind immer aufeinander angewiesen. Daher wünsche ich Ihnen auch nach der Schule, dass es immer Menschen gibt, die für Sie da sind und für die Sie selber da sein können.“ Abschließend richtete der Schulleiter auch noch eine Bitte an die Schüler: „Die Welt ist uns nur anvertraut. Daher setzen Sie bitte ihre Ideen und Kreativität ein, damit Sie die Welt gut an Ihre nächste Generation weitergeben können.“

Für die Vereinigung der Freunde des Willibald-Gymnasiums überbrachte Andreas Graf die Glückwünsche. Er warb zum einen für einen Beitritt zum Verein, der mittlerweile auf knapp 500 Personen angewachsen sei, zum anderen übergab er an zwei Schülerinnen einen Sozialpreis für besonderes ehrenamtliches Engagement im schulischen und außerschulischen Bereich: So hat sich Theresa Fellner aus Rapperszell vor allem um die Ausgestaltung eines Meditationsraums ander Schule verdient gemacht, ist aber auch bei der KSJ Eichstätt sehr aktiv. Anna Muhr aus Adelschlag hat als erste Schülersprecherin viel zu einem guten Schulklima beigetragen und ist in ihrer Heimatgemeinde musikalisch in vielen Bereichen wie Blaskapelle oder Kirchenchor aktiv.

Nach den Reden erhielten die 78 nun Ex-Schüler die Abiturzeugnisse aus den Händen von Schulleiter Schredl. Viele der Abiturienten bekamen noch zusätzliche Ehrungen (siehe neben stehenden Artikel). Nach der Zeugnisübergabe verabschiedeten sich die Abiturienten noch mit einem Lied. Weitergefeiert wurde dann im Alten Stadttheater.


(Foto und Text: Andreas Graf)