Vorweihnacht der guten Herzen

Ein Spendenrekord zum Abschied

DK-Geschäftsführerin Lydia Nißl übergibt über 351 000 Euro aus der Vorweihnacht der guten Herzen
Ingolstadt (DK) An ihrem letzten Arbeitstag hat die scheidende DK-Geschäftsführerin Lydia Nißl gestern über 351 000 Euro Spendengelder aus der Vorweihnacht der guten Herzen an gemeinnützige Organisationen aus dem Verbreitungsgebiet des DONAUKURIER und seiner Heimatzeitungen übergeben.
Es ist seit Jahren gute Tradition, dass Vertreter der Organisationen, die von der Spendenaktion des DONAUKURIER bedacht werden, im Rahmen einer kleinen Feier ihre Spendenschecks im Verlagshaus entgegennehmen. Dieses Mal lag allerdings ein Hauch von Abschied über der Veranstaltung, war die Übergabe am gestrigen Mittwoch doch die letzte Amtshandlung von Lydia Nißl, die sich als Geschäftsführerin des DK zurückzieht. "Mit viel Freude aber auch ein bisschen Wehmut", begrüßte sie die Gäste deswegen. In den 44 Jahren, in denen Sie für den DONAUKURIER gearbeitet hat, fühlte sie sich stets besonders für die Vorweihnacht der guten Herzen verantwortlich. Viele in der Region verbinden die Spendenaktion längst mit ihrem Namen, auch wenn es die Vorweihnacht "schon seit gut 60 Jahren gibt", wie Nißl betonte.

Wie als ein Abschiedsgeschenk hatten die Spender bei der jüngsten Auflage Lydia Nißl noch einen Rekord beschert. Exakt 351.178,52 Euro waren bei der Sammlung zusammengekommen. Das sind noch einmal gut 14.000 Euro mehr als im Jahr zuvor und damit so viel wie noch nie in der Geschichte der Initiative.

Insgesamt teilen sich in diesem Jahr 94 Organisationen, Einrichtungen und Hilfsinitiativen aus dem gesamten Verbreitungsgebiet des DONAUKURIER und seiner Heimatszeitungen diese Summe. 29 waren zu der Feier nach Ingolstadt geladen. Viele Vertreter der Einrichtungen nutzten die Spendenübergabe, um sich persönlich bei Lydia Nißl für ihr jahrelanges Engagement zu bedanken. Peter Koch, der Geschäftsführer der Lebenshilfe Werkstätten, überreichte ihr einige Kerzen und übermittelte so auch den Gruß der Menschen, die in den vergangenen Jahren direkt oder indirekt von der Arbeit der Hilfsorganisationen - und damit auch von der Spende aus der Vorweihnacht - profitiert haben.

In ihrer kurzen Abschiedsrede bedankte sich Nißl bei den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfern im Publikum. Sie sei in den vergangenen Jahren bei der Arbeit für die Vorweihnacht immer wieder "erschüttert" gewesen, "wie groß das Leid auch in einem so reichen Land wie Deutschland" sein kann. "Sie alle tragen dazu bei, dass diese Not gelindert wird. Auch deswegen war es mir ein besonderes Anliegen, mich von ihnen persönlich zu verabschieden." Sie freue sich auf den Lebensabschnitt, der jetzt vor ihr liegt, betonte Nißl.

Auch nach ihrem Weggang wird die Vorweihnacht der guten Herzen weiterbestehen, versicherte Lydia Nißl. "Die Aktion ist nicht an eine Person gebunden." Damit können die Organisationen auch in Zukunft mit Unterstützung für ihre Arbeit rechnen.

Die Empfänger der Spenden

  • Stadt Ingolstadt: Alzheimer-Gesellschaft, Aussiedlerforum, BRK-Kriseninterventionsteam, Bayerische Krebsberatungsstelle, Caritaszentrum St. Vinzenz, Caritas-Wohnheim- und -Werkstätten, Frauenhaus, Diakonie, Familien in Not, Förderverein zur Unterstützung Krebskranker in der Region, Frauen beraten, Freiwilligen-Agentur, Förderkreis für evangelische Jugendarbeit, Förderverein palliative Versorgung, Gehörlosen-Ortsverein, Kloster Gnadenthal (Armenspeisung), Elisabeth-Hospiz, Hospizverein, Ingenium-Stiftung, Verein Insel, Johann-Nepomuk-von-Kurz-Schule, Klinikclowns, Kunstzentrum Besondere Menschen, Lebenshilfe für Behinderte der Region 10, Multiple-Sklerose-Selbsthilfegruppe, Peter-Steuart-Heim, Selbsthilfegruppe der Kehlkopflosen, Sozialdienst katholische Frauen, Schanzer Kindl, Straßenambulanz St. Franziskus, Tafel, Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte, Weißer Ring, Zamor-Verein.
 
  • Landkreis Eichstätt: Krankenpflegeverein Wettstetten, Integra Soziale Dienste, Kinderschutzbund, Vinzenzverein, Sozialfonds der Stadt Eichstätt, Kinderdorf Marienstein, Malteser Hilfsdienst, Helfer vor Ort Altmannstein, Sozialfonds Nachbar in Not Eichstätt, Eichstätter Tafel, Tafel Beilngries, Selbsthilfegruppe Schädel-/Hirnpatienten Ingolstadt und Region, Schwarzachhaus, Tun.Starthilfe für Flüchtlinge Live for Life, Altmannsteiner Verein „Würde im Alter“, Graue Partner, Caritas-Sozialstation Kösching, Nachbarschaftshilfe Beilngries.
 

Frau Laumeyer und Frau Kriegl
vom Sozialfonds Nachbar in Not
mit Frau Lydia Nißl vom DONAUKURIER

 

  • Landkreis Pfaffenhofen: Familien in Not, Hospizverein Pfaffenhofen, Hilfe für das behinderte Kind, Manchinger Sozialfonds, Bürgerhaus Miteinander, Tafel Manching, Tafel Pfaffenhofen, Alzheimer-Gesellschaft, Verein Leben retten, Caritaszentrum Pfaffenhofen (Nachbarschaftshilfe).
 
  • Landkreis Neuburg-Schroben?hausen: Caritasverband, Förderverein Menschen helfen – Leben retten, Neuburger Hospizverein, A.p.e, Tafel Schrobenhausen, Altenheim St. Georg, Schrobenhausen hilft, Kinderhilfe Litauen, Kinderheim St. Josef, Tafel Neuburg, Elisa Neuburg, Maria-Ward-Realschule (Schulprojekt), Reha-Sportverein, Helferkreis Aresing, Regens Wagner Hohenwart, Pfarrcaritas St. Jakob. 
 
  • Landkreis Roth: Hospiz-Verein Hilpoltstein-Roth, Blinden- und Sehbehinderte Roth, Mukoviszidose-Selbsthilfegruppe, Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen, Rother Tafel, Regens Wagner Zell, Frauenhaus Roth-Schwabach, Comenius-Schule Hilpoltstein, Förderzentrum Roth, Wildwasser Nürnberg.