Eichstätt für Eichstätter

 

Spende Eichstätt für Eichstätter

04.08.2014: Adalbert Lina (Mitte) übergibt einen Scheck über 259 Euro
an den neuen Schulleiter des Willibald-Gymnasiums Claus Schredl (rechts),
links der stv. Schulleiter Heribert Netter.
Das Geld fließt in den Sozialfonds »Nachbar in Not«. (Foto: Kraus)

Eichstätter Kurier vom 13.08.2014: Blick in "Herz und Hirn"

"Eichstätt für Eichstätter": Eine 50-köpfige Gruppe besuchte das Polizeipräsidium in Ingolstadt

In das Polizeipräsidium Oberbayern Nord führte die letzte Veranstaltung der von Adalbert Lina initiierten Reihe „Eichstätt für Eichstätter“ vor der Sommerpause. Polizeipräsident Walter Kimmelzwinger nahm die 50-köpfige Gruppe in Empfang. Kimmelzwinger, der von seinem Leiter des Präsidialbüros Hans-Peter Kammerer begleitet wurde, stellte in einer Powerpoint-Präsentation und einem Videofilm seine Dienststelle vor, die in zehn oberbayerischen Landkreisen mit rund 2500 Polizeibeamten für die Sicherheit von etwa 1,5 Millionen Menschen zuständig ist. Im Gebiet des Polizeipräsidiums wurden im vergangenen Jahr 62 539 Straftaten registriert; die Aufklärungsquote liegt bei 64,1 Prozent. 4257 von jeweils 100 000 Einwohnern sind hier rein statistisch gesehen von Straftaten betroffen. Im Landkreis Eichstätt beträgt die Häufigkeitszahl 2443.

In Oberbayern Nord gab es 2013 immerhin 933 Wohnungseinbrüche mit einer allerdings sehr geringen Aufklärungsquote von 9,5 Prozent. Das liegt laut Kimmelzwinger daran, dass die Täter nach den Einbrüchen die Tatorte sehr schnell verlassen. „Wenn ein Wohnungseinbruch erst nach einer Stunde gemeldet wird, sinkt die Chance einer Aufklärung sehr schnell nach unten.“

Polizeihauptkommissar Josef Ledl, der an diesem Tag die Einsatzzentrale leitete, erläuterte den Gästen die Abwicklung der eingehenden Notrufe in der Einsatzzentrale, dem „Herz und Hirn“ eines jeden Polizeipräsidiums in Bayern. Dabei blieb es den Besuchern nahezu unbemerkt, dass während ihres Aufenthaltes ein Großbrand in Freising zu bewältigen war.

Fast 200 000 Notrufe erreichten voriges Jahr die Einsatzzentrale; sie zogen fast 140 000 Einsätze nach sich. „Wählen Sie die 110, wenn Sie etwas Verdächtiges feststellen“, betonte Kimmelzwinger. Er forderte seine Gäste auf, sich nicht zu scheuen, den Notruf zu wählen. „Dazu sind meine Leute da, um diesen Dingen nachzugehen, um für die Sicherheit der Bürger zu sorgen.“

Besonderen Beifall bekamen die beiden Polizei-Einsatztrainer Andreas Kobell und Josef Zech. Kobell zeigte den Zuhörern alle aktuellen Waffen und Einsatzmittel, die alle Polizeibeamten auf ihrem Streifendienst mitführen. Pfefferspray und Mehrzweckeinsatzstock, im Polizeijargon auch „Tonfa“ genannt, werden in den meisten Fällen gegen Gewalttäter in Notwehrsituationen eingesetzt. Zech zeigte eine Vielzahl beschlagnahmter verbotener Waffen und Gegenstände.

Beim abschließenden Abendessen in der Ingolstädter Gaststätte Daniel spendeten die Teilnehmer 259 Euro, die Lina für den Sozialfonds „Nachbar in Not“ dem neuen Schulleiter des Willibald-Gymnasiums Claus Schredl überreichen durfte.