Bundeswehr – Karriere mit Zukunft
„Zeigen Sie, was Sie drauf haben.“ „Gehen Sie den Schritt Ihres Lebens.“ „Karriere mit Zukunft.“ – Immer wieder versucht die Bundeswehr mit diesen Slogans, junge Erwachsene für eine Ausbildung beim Militär zu begeistern. Über die Voraussetzungen für eine derartige Laufbahn und ihren genauen Ablauf informierte Oberleutnant Andreas Grimminger vom Kreiswehrersatzamt Ingolstadt, als er vor den 10. Klassen des Willibald-Gymnasiums referierte. Initiiert wurde die Veranstaltung, die erstmals im Rahmen des Wirtschaftsunterrichts stattfand, von StD Wolfgang Sowatsch.
Im ersten Teil seines Vortrags ging Herr Grimminger, der selbst zweimal im Kosovo stationiert war, auf die Auslandseinsätze der Bundeswehr ein. Diese befindet sich momentan unter anderem in Afghanistan, im Kongo, im Libanon, vor der Küste Somalias und im Kosovo. Hauptaufgabe der dort tätigen Streitkräfte ist dabei nach wie vor die Friedenssicherung, wofür eine enge Kooperation von Bundeswehr und einheimischen Polizisten nötig ist. Außerdem hilft die Bundeswehr beim Wiederaufbau von Schulen, Häusern, Infrastruktur usw.
Anschließend informierte Oberleutnant Grimminger über den Arbeitgeber Bundeswehr, wobei er zuerst auf die verschiedenen Laufbahnen einging. Man unterscheidet dabei zwischen der Laufbahn der Mannschaften, der Fachunteroffiziere, der Feldwebel und der Offiziere. Allen gemeinsam ist, dass ein Auswahlverfahren über die Einstellung entscheidet. Unterschiede gibt es beispielsweise bei der Verpflichtungszeit, dem vorausgesetzten Schulabschluss sowie den Aufgaben.
Außerdem umfasst die Ausbildung zum Offizier in der Regel ein Studium, welches Offiziersanwärter des Truppendienstes in Hamburg oder München an einer der beiden Universitäten der Bundeswehr absolvieren. Sie erhalten ihre Bezüge jedoch weiterhin in voller Höhe, können auf dem Hochschulgelände wohnen und sich für einen von insgesamt 19 Studiengängen entscheiden. Da das Jahr an diesen beiden Universitäten in Trimester gegliedert ist, verkürzt sich die Studienzeit, wodurch eine schnelle Rückkehr in den Militärdienst ermöglicht wird. Offiziersanwärter des Sanitätsdienstes hingegen studieren an einer zivilen Universität, sie erhalten aber zur finanziellen Unterstützung eine Ausbildungsvergütung. Zudem werden ihnen die Studiengebühren erstattet.
Zum Schluss ging der Referent noch auf die Wehrpflicht ein und erläuterte den Ablauf einer Musterung sowie die Möglichkeit der Wehrdienstverweigerung.
Alles in allem ein sehr interessanter und informationsreicher Vortrag, der hoffentlich auch den künftigen 10. Klassen als fester Bestandteil des Unterrichts im Fach Wirtschaft und Recht erhalten bleibt.
