Erfolgreicher Start der Schülerfirma - Upcycling als Geschäftsidee

Waren sie früher in jedem Haushalt zu finden, so sind sie heute für viele nur noch eine ferne Erinnerung: Schallplatten.
Was könnte man nun mit alten, nicht mehr abspielbaren Schallplatten anfangen?
Die 12 Schüler des P-Seminars Wirtschaft am Willibald-Gymnasium Eichstätt hatten dazu eine geniale Idee: Upcycling. Aus dem vermeintlichen Abfall werden nun kunstvoll gestaltete Uhren, Notizbücher und Schüsseln hergestellt. Auch der Name der Schülerfirma, die im Rahmen des Junior-Programms arbeitet, soll die Geschäftsidee zum Ausdruck bringen: „Förnya“ ist der schwedische Begriff für Erneuerung ist.

Doch von der Idee bis zur Umsetzung war es ein weiter Weg.

Als erste Hürde erwies sich gleich zu Beginn die Vorfinanzierung der Materialkosten. Mit der Ausgabe und dem Erwerb von Anteilsscheinen an alle Mitarbeiter der Firma konnte dieses Problem gelöst werden.

Im Werkraum der Schule wurden dann verschiedene Bearbeitungstechniken erprobt und Prototypen gefertigt. Diese Prototypen reichten die Jungunternehmer beim „MINTmacher Upcycling- Wettbewerb“ der Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.V. ein. 550 Teilnehmer schickten ihre Ideen nach Ingolstadt, davon wurden je 25 Objekte in vier Kategorien für die Endrunde ausgewählt. Darunter auch mehrere Beiträge der Schülerfirma, die nun vom 16 – 21. Juli in der alten Aula der Technischen Hochschule Ingolstadt (Esplanade 10, 85049 Ingolstadt) ausgestellt werden.

Ausgehend von den Prototypen feilten die Schülerinnen und Schüler dann an der Qualität ihrer Produkte. Vor allem das Zuschneiden der Schallplatten konnte mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht zufriedenstellend gelöst werden. Es begann eine aufwendige Suche nach möglichen Verfahren und externen Partnern. Schließlich konnte mit der Firma PRO-FAB in Lenting ein Unternehmen gefunden werden, das die Ideen der Schülerinnen und Schüler mit Hilfe der Wasserstrahltechnik erfolgreich umsetzen konnte. Zudem erklärte sich Herr Gröber bereit, das junge Unternehmen als Wirtschaftspate zu unterstützen. Er zeigte den Seminarteilnehmer wie sie die für die Maschinen notwendigen Vorlagen erstellen konnten und fertigte unentgeltlich die Zuschnitte der Uhren und Notizbücher.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     Wirtschaftspate Tobias Gröber von der Firma PRO-FAB mit Kevin Kößler, stellvertretender Vorsitzender der Schülerfirma Förnya

 

Nun steht die Schülerfirma kurz vor dem Verkaufsstart ihrer Produkte am Gartenfest des Willibald- Gymnasiums. Ob sich der Kauf der Anteilsscheine an der eigenen Firma als gewinnbringende Investition oder als Lehrgeld erweist, wird sich dann zeigen.

 

Ida-Maria Bürkl, Abteilung Marketing

Eva Liebl, Schulpatin