"Jetzt können wir uns deren Ängste viel besser vorstellen."

Ausstellung über Menschenrechte und Geflüchtete am Willibald-Gymnasium

 

Menschenrechte sind allgemein gültig und unteilbar!“ Daran möchte eine Ausstellung erinnern, die seit Montag, 17. Oktober, im Willibald-Gymnasium zu sehen ist. Die Ausstellung "Asyl ist Menschenrecht" stammt von der Organisation Pro Asyl und wurde von Sozialkundelehrerin Nadja Kohler an die Schule geholt.


 

In Deutschland gibt es immer mehr Intoleranz und Gewalt gegenüber Geflüchteten und auch Anfeindungen und Drohungen gegenüber ehrenamtlichen Helfern und Politikern, die sich für die Geflüchteten einsetzen“, sagt Kohler und gibt damit einen klaren Hinweis auf den Hintergrund, aber auch die Notwendigkeit einer derartigen Ausstellung. Denn ein derartiges Verhalten gegenüber Aktiven ist nicht nur – wie aus den Medien bekannt - in Ostdeutschland festzustellen, sondern macht sich auch in unserer Region breit. Zentrales Anliegen der Ausstellung ist es daher, die Menschenrechte beziehungsweise die Einhaltung der Menschenrechte wieder mehr in das Blickfeld zu nehmen. Und beim Blick in die Ausstellung wird eines klar: „Auch Asyl ist ein Menschenrecht.“ Außerdem will die Ausstellung bewusst machen, dass Flüchtlinge nicht ohne gewichtige Gründe nach Europa kommen, sondern meist schlimme Schicksale haben und somit Hilfe dringend brauchen. Die Ausstellung, die auch von vielen deutschlandweiten Organisationen wie etwa Brot für die Welt oder dem Deutschen Gewerkschaftsbund unterstützt wird, ist äußerst vielfältig: Es gibt großformatige Fotos, Landkarten, Statistiken und Grafiken zu sehen, so dass man sich gut und gerne eine ganze Stunden mit den Informationen beschäftigen kann. Besonders angetan haben es den Schülern die Originalzitate der geflüchteten Menschen: „So können wir uns Ängste und die Problem der Flüchtlinge viel besser vorstellen“, sagt etwa eine Schülerin. „Die Informationen gehen deutlich über das hinaus, was ich im Fernsehen oder im Internet erfahre“, meint eine andere Schülerin. Und genau darauf kommt es Nadja Kohler an. „Fundiertes Wissen schützt uns nämlich davor, banalen Vorurteilen Glauben zu schenken, und hilft uns, gegen Vorurteile zu argumentieren“, sagt Kohler.



Die Ausstellung wird wohl noch bis Mitte November im zweiten Stock des Willibald-Gymnasiums zu sehen sein und kann auch von externen Besuchern zu den gewöhnlichen Öffnungszeiten der Schule (werktags von 7.30 Uhr bis 17 Uhr) besucht werden. Danach kann sie gerne auch von anderen Schulen ausgeliehen werden.

Text und Fotos: Andreas Graf