So kommt das WG bis nach Indien

 

Das Ziel ist erreicht: Seit in paar Tagen fährt im indischen Bundesstaat Kerala ein weißes Auto, das durch die Weihnachtsaktion des Willibald-Gymnasiums finanziert wurde.

Doch der Reihe nach: Wie schon seit über 20 Jahren hat sich das WG in der Vorweihnachtszeit einer Aktion zugewendet, die man mit Geld unterstützen wollte. Dabei handelt es sich traditionell nicht um große Wohltätigkeitsorganisationen, sondern um kleine Einrichtungen, die sich sowohl in der Region, aber auch weit weg auf anderen Kontinenten befinden können. In diesem Jahr ist die Wahl auf indische Ordensschwestern gefallen: Über Susanne Reuter, einer Schülermutter, wurde der Kontakt zu einer indischen Ordenskrankenschwester hergestellt, die seit einigen Jahren an einem Krankenhaus in Baden-Württemberg arbeitet und im November des vergangenen Jahres die Schülerinnen und Schüler über die Arbeit ihrer Mitschwestern in Indien informierte (EK berichtete). Weil die Anfahrt zu vielen Patienten aufgrund der weiten Wege und schlechten Straßen sich sehr schwierig gestaltet, wie Schwester Joyce damals erklärte, war der Wunsch der Schwestern klar: ein geländegängiges Fahrzeug. Die Schüler waren von dieser Idee sofort angetan: Über verschiedene Aktionen wie Elternbriefe, Plätzchenbacken und Kuchenverkauf sowie dem Weihnachtskonzert wurden viele Gelder gesammelt. Letztendlich hat es gereicht: Es kamen über 10 500 Euro zusammen. Der Betrag reichte ziemlich genau für den Erwerb des neues Fahrzeugs.

 

 

 

Ende April nun konnte zum Abschluss der Aktion das Geld auch offiziell übergeben werden. „Es ist eine großartige Leistung, dass sich die Schüler über Wochen hinweg so solidarisch gezeigt haben und alle an einem Strang gezogen haben“, sagte Susanne Reuter. Auch Schulleiter Claus Schredl war voll des Lobes über das Engagement der Schüler. „Das ist wahres Menschsein, wenn man die Not der anderen erkennt und bereit ist zu helfen.“ Mit den beiden freuten sich auch Religionslehrer Willibald Scherer, der mittlerweile im Ruhestand ist, aber diese Aktion eingefädelt hatte, seine Nachfolgerin als Fachbetreuerin, Ulrike Laumeyer, sowie die drei Schülersprecher Carmen Bauer, Florian Ketterl und Franziska Haag. 

 

 Doch das i-Tüpfelchen dieser Aktion wird erst in ein paar Wochen zu sehen sein: Als Dank für die großzügige Spende wollen die Schwestern das Logo des Willibald-Gymnasiums auf das Auto drucken lassen. Die Vorlage hierfür haben sie schon per Mail erhalten. Damit wird sogar in 7000 Kilometern Entfernung das WG bekannt.

 

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Es hat gereicht: Von dem Erlös der Weihnachtsaktion des Willibald-Gymnasiums konnte für indische Krankenschwestern ein geländegängiges Fahrzeug gekauft werden. Über den Erfolg freuten sich (von links): Willibald Scherer, Susanne Reuter, Carmen Bauer, Florian Ketterl, Franziska Haag, Schulleiter Claus Schredl und Ulrike Laumeyer.

 

Text: Andreas Graf