Romfahrt 2014

 

 

Begleitet von den Lehrern Herrn Graf, Frau Spielberger und Herrn Friedsam begann wie jede Schulfahrt auch die Romfahrt am Eichstätter Volksfestplatz und nach einer nächtlichen 14-stündigen Busfahrt erreichten wir unser Hotel im Zentrum von Rom. Nach der freundlichen Begrüßung der Klosterschwestern, die allerdings nur italienisch sprachen, bezogen wir unsere durchaus zufriedenstellenden Zimmer. Am selben Tag stand schon volles Programm vor der Tür. Wir erkundeten geführt von spannenden Referaten seitens der Schüler die Innenstadt Roms. Unter der drückenden Hitze, die uns gleich am ersten Tag alles abforderte, waren die kleinen Brunnen an den Straßenrändern willkommene Möglichkeiten zur Abkühlung. Natürlich wurden wir auch mit der Mentalität der Italiener, die die Straße, wann immer sie wollen, überqueren, vertraut gemacht. Am Abend fielen wir erschöpft von der anstrengenden Busfahrt und dem lauffreudigen Programm in unsere Betten. Am nächsten Tag ging es schon früh wieder los Richtung Vatikan. Nach der sorgfältigen Kontrolle des dort anwesenden Sicherheitspersonals betraten wir den Petersdom, der uns mit seiner Größe alle beeindruckte. Der ca. 500 Stufen lange Aufstieg hoch in die Kuppel war die Mühe jedoch wert, denn der Ausblick von einem der höchsten Gebäude in Rom war unbezahlbar. Nach weiteren 500 Stufen abwärts ging es raus auf den Petersplatz, auf dem wir einer kurzen Predigt des Papstes lauschten. Dank der Übersetzung von Herrn Graf konnten wir auch einige Sätze verstehen. Nachmittags waren wir in der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit Roms, dem Kolosseum. Doch wo früher wilde Kämpfe stattfanden, werden heute nur noch mehr oder weniger wild Fotos geschossen. Weiter ging es zur Halbzeit der Studienfahrt auf das Forum Romanum, auf dem riesige Gebäude das Stadtbild des antiken Rom prägten. Ausführliche Referate seitens Herrn Friedsam erzählten vom Leben und Treiben auf dem wichtigsten Platz der Römer. Hier fanden nicht nur Märkte und Gerichtsverhandlungen statt, sondern auch politische Versammlungen. Der freie Nachmittag wurde von den meisten Schülern dafür genutzt, die Shoppingstraßen Roms zu erkunden oder es sich in einer der vielen Grünanlagen bequem zu machen. Nach anfänglichen Problemen mit unserem Bus machten wir uns am nächsten Tag auf zur Hadriansvilla, die außerhalb der Stadt liegt. Die defekte Klimaanlage wurde ungünstiger Weise aber durch die Heizung ersetzt, was zu unerträglichen Temperaturen von geschätzt 60° Celsius führte. Jedoch mussten wir nicht allzu lange im Bus aushalten, da er kurz vor unserem Ziel stehen blieb und nicht mehr weiter wollte. So wurde unser Programm kurzerhand umgeworfen und wir machten uns mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Italiens auf zu dem bekannten Weinort Frascati. Dort genossen wir neben dem einen oder anderen Glas Wein ein für die ländliche Gegend übliches Abendessen. Am letzten Tag, an dem noch Programm anstand, betrachteten wir viele Gemälde und Statuen bekannter Künstler und Bildhauer. Auch die Überreste der Bauten, die der berühmte Kaiser Augustus erbauen ließ, wurden von uns besichtigt. Der letzte Abend diente dazu, noch einmal durch Rom zu schlendern und neben der Engelsburg auch einen der angeblich schönsten Plätze der Welt, die Piazza Navona, zu bestaunen. Als wir dann schließlich in der Früh unsere Heimfahrt antraten, sehnten sich die meisten Schüler danach, noch länger in Rom zu verweilen. Das durchaus warme Wetter, das meistens von Sonnenschein geprägt war, und das ausgiebige Mittagsessen der Klosterschwestern versüßten uns die Woche.

Johannes Schermer (Q11)