10c als projektpartner am Kanal in Dörlbach

 

 

 

 

Mit Pferdestärke unterwegs am Alten Kanal

Der Alte Kanal, besser bekannt unter dem Namen Ludwigskanal (1825 von König Ludwig I. in Auftrag gegeben) bzw. seiner offiziellen Betitelung „Ludwig-Donau-Main-Kanal“ stand am 29. Mai 2017 im Fokus der Öffentlichkeit und auch der Klasse 10c des Willibald-Gymnasiums Eichstätt. Zur feierlichen Eröffnung des „Informations- und Kommunikationssystem am Ludwig-Donau-Main-Kanal“ war die Klasse 10c nämlich als Projektpartner vom  Träger des Projektes, der Regierung Ober­pfalz (SG 52) und den zu­ständigen Stellen des Wasserwirtschaftsamtes nach Dörlbach eingeladen worden.

 

 

Um 1950 stillgelegt, ist der „Alte Kanal“ in Vergessenheit geraten und meist nur noch den Menschen ein Begriff, die an seinen Ufern entlang radeln oder wandern. Für die Schifffahrt wird er schon lange nicht mehr genutzt. Dies war kurz nach seiner Eröffnung im Jahr 1846 noch ganz anders:  Mit ihm gab es nun eine Verbindung von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer und um das Jahr 1850 wurde sogar ein Höchststand an Güterumschlag durch den Kanal verzeichnet. Knapp 200 Jahre später wird seine Bedeutung durch das Projekt wieder verstärkt ins Gedächtnis der Menschen gerufen, so bezeichnete die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf  in ihrer Festrede den alten Kanal als „ein markantes Beispiel wasserwirt­schaft­licher Ingenieurskunst und ein außergewöhnliches Bodendenkmal“.

 

 

Und für dieses Bodendenkmal, das sogar als Bayerns längstes Baudenkmal gilt, erarbeiteten vor zwei Jahren die Schülerinnen und Schüler der jetzigen 10c im Rahmen des Geschichts­un­ter­richts insgesamt sieben Hör­bilder, die vom Alltag der Menschen am Kanal erzählen. Aus Zeitzeugenaufzeichnungen entstanden Texte zum Leben und Arbeiten am Kanal, die die Schüler einsprachen und die nun über einen QR-Code, der sich auf den Stelen am Kanal entlang befindet und via Internet über die Website des Wasserwirtschaftsamtes abgerufen werden kann, freigegeben sind. Insgesamt können sich Radfahrer und Wanderer an 16 Stationen zwischen Kehlheim und Bamberg über das Leben und Arbeiten am Ludwig-Donau-Main-Kanal informieren.

 

Nach den feierlichen Festreden anlässlich der Eröffnung, bei denen auch Schüler in historischen Gewändern mit Ausschnitten aus ihren Hörbildern zu Wort kamen,  gab es zum Abschluss für alle Anwesenden ein Highlight: Eine echte Treidelfahrt!

 

Und für die Schüler, die lieber die Natur neben dem „Ludwig-Donau-Main-Kanal“ genießen wollten, standen Fahrräder zur Verfügung, mit denen sie neben dem Treidelschiff auf dem Radweg entlang fahren durften. Nach dem offiziellen Akt machten die Schüler unter fachkundiger Führung von Lukas Daum, dem zuständigen Abteilungsleiter des Wasserwirtschaftsamtes für den Landkreis Eichstätt, eine Wanderung durch die  Schwarzachklamm, an deren Ende der beeindruckende Brückenbogen des Brückkanals die Schüler noch einmal zu einer Kanalszene führt, an der gleich ausprobiert wurde, ob der QR-Code auch funktioniert! Und das hat er!

 

http://www.stmuv.bayern.de/