Exkursion des Q12 Geologie Kurses nach Bischofsheim/Rhön

Schlechtes Wetter, gute Stimmung

Gruppenbild Rhön 2015

„...und wenn wir ankommen, lasst den Kicker doch bitte erst mal in Ruhe“, bittet Herr Keß uns noch kurz bevor wir das Schullandheim am Bauersberg in der Rhön betreten. Vorsichtshalber hat er trotzdem den Ball versteckt, kennt er seine „Saftsäcke“ doch nur zu gut. Der Kicker in der Eingangshalle sollte in den nächsten Tagen tatsächlich noch Schauplatz so mancher legendären Miniaturfußballschlacht werden, zunächst ist aber Zimmer beziehen und Abendessen angesagt. Da es bereits Mitte November ist, kann man von der umliegenden Landschaft eher weniger sehen, wobei der durchschnittliche Zwölftklässler zum Überleben einer Klassenfahrt ja eigentlich nur eine Sache braucht: Stimmung und viel zu Essen. Als der Bedarf daran gedeckt wurde, ist es Zeit für eine kleine Nachtwanderung mit Ziel Teufelsmühle, einen Wasserfall, wo man für den mickrigen Preis von „einmal auf den Stein da vorne hocken bitte“ seine Seele an den Teufel verkaufen kann. Dort angekommen lauschen wir noch kurz ein paar alten Sagen, dann ist es Zeit für den Rückweg.

Der nächste Morgen begrüßt uns mit dem Bild, das uns die nächsten Tage begleiten sollte: Regen und davon viel und ununterbrochen. Nichts desto trotz machen wir uns auf zum Basaltwerk, wo so manch einer seine Faszination für riesige Fahrzeuge voll ausleben durfte. Bis zu kniehoher Schlamm und Wind so stark, dass es einen die Schutzhelme vom Kopf weht, sorgen dafür, dass sich auch der Rest amüsiert. Mittags konnte man dann kurz die Füße hochlegen und die durchnässte Kleidung trocknen lassen … außer man begeht den Fehler und macht sich in der Zeit auf zum nächstgelegenen Supermarkt. Was nämlich kurz wie strahlender Sonnenschein ausschaut, entpuppt sich als Regenschauer der Extraklasse, was zur Folge hat, dass beim Abmarsch zur Geologie Rallye ein heterogenes Gemisch von perfekt ausgeruhten und vor Wasser triefenden Schülern die Anwesenheitskontrolle durchläuft. Die Aufgabe bei der Rallye war dann mithilfe eines GPS-Geräts Informationstafeln zu finden und dort Fragen zu beantworten. Abends wurde dann noch kurz ein Puzzle von zwei auf drei Metern zusammengefügt und natürlich gekickert, während die Kleidung wie so oft vor sich hin trocknen durfte.

Neuer Tag, neues Wetter? Nicht in der Rhön. Vormittags durften wir uns mal wieder durch den Regen schlagen. Diesmal steht Geocaching auf dem Plan, wo man ähnlich wie gestern Koordinaten mit einem GPS-Gerät suchen musste und dort Hinweise auf den nächsten Punkt bekam. Am Ende wartete ein Buch, in dem sich die glücklichen Finder eintragen durften, und für jeden Teilnehmer sogar ein ganzes Gummibärchen. Am Nachmittag war experimentieren angesagt. Gruppenweise wurden unterschiedliche Wasserproben auf ihre Inhaltsstoffe untersucht, was nicht nur durch die bunten Farben, die die Reagenzgläser am Ende hatten, besonders großen Spaß bereitete.

Am folgenden Tag präsentierten wir dann die Ergebnisse aus den Tests und mussten leider auch schon wieder alles zusammenpacken. Trotz des Dauerregens hatten wir alle viel Spaß, einiges gelernt und sahen abschließend als Belohnung den ersten Schnee der diesjährigen Wintersaison auf den Kuppen der Rhöngipfel, bevor es zurück Richtung Bushaltestelle ging.

Robin Hoffmann Q 12