Austausch mit Verdun 2018

WillibaldinerInnen zum dritten Mal in Verdun

Am Montag, den 19. März fuhren 22 Schülerinnen und Schüler des Willibald Gymnasiums zu unserer Partnerschule, dem Collège Buvignier, nach Verdun. Damit geht der Schüleraustausch in die dritte Runde. Dieses Jahr war es leider nicht möglich, für alle Schülerinnen und Schüler Gastfamilien zu finden. Dies hängt unter anderem mit den rückläufigen Zahlen an Deutschlernern in Frankreich zusammen. Umso mehr hat es uns gefreut, dass alle unsere interessierten Schüler dennoch eine Woche in Frankreich verbringen konnten und wir hoffen auf eine wachsende Zahl interessierter Franzosen, die uns nächstes Jahr besuchen.

 

Nach einer entspannten Anreise mit einem kleinen Zwischenstopp im amerikanischen „restaurant de cinq étoiles“ (MacDo), kam die Gruppe, begleitet von Frau Baumann, Frau Brunner und Herrn Koch schließlich in Verdun an. Während ein Teil der Schüler ihre Austauschpartner kennenlernten, machten sich die anderen zum lycée professionel Alain- Fournier auf, wo die Schüler zusammen mit ihren Lehrern untergebracht wurden. Auf diese Weise erhielten sie einen Einblick in das Leben junger Franzosen, die an einer solchen Schule ihre Berufsausbildung machen.

Am darauffolgenden Tag machten wir mit kleinen Schülerpräsentationen zunächst Werbung für unsere Schule, für Eichstätt und die Region. Anschließend stand Unterricht und ein Besuch von Verdun und der Firma Braquier an. Dort werden noch nach historischem Originalrezept die Dragees hergestellt, die bei keiner französischen Hochzeit, Taufe oder Kommunion fehlen. Das Dragee ist eine der ältesten Süßigkeiten Frankreichs und wurde von einem Apotheker aus Verdun erfunden, als dieser nach einer Konservierungsmöglichkeit für Mandeln suchte. Französische wie deutsche Schüler waren sehr angetan von der Gratisverkostung am Ende des Rundgangs.

Während ein Teil der Schüler am Abend bei ihren Familien waren und beispielsweise Versuche starteten, eigene Croissants und Baguettes zu backen, ging die Gruppe, die im Internat wohnte, zum „nahe“-gelegenen Bowling Center.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des ersten Weltkrieges und der Stadt von Verdun. Nach dem Besuch der Kathedrale, besichtigte die Gruppe die Zitadelle, von der aus die französischen Militärs ihre Truppen während des Krieges koordinierten und versorgt hatten. Anschließend wurden verschiedene Gedenkstätten des ersten Weltkrieges, wie z.B. das „Ossuaire“, das Beinhaus, ein sogenanntes „village détruit“ (ein zerstörtes Dorf) sowie das „Mémorial“, ein Dokuzentrum über die Schlacht bei Verdun, besucht.

 

Am letzten Tag besichtigten wir in Reims die Kathedrale und Teile der alten Stadt. Anschließend hatten die Schüler Freizeit, um im Land der Mode und des guten Essens das typisch französische „savoir-vivre“ zu praktizieren. Der Rekord liegt, hier nur am Rande bemerkt, bei vier Crêpes.

 

Am Freitag ging es dann schon wieder nach Hause. Die Schüler hatten zwar nur eine kurze Woche in Frankreich, doch waren alle zufrieden mit den Erlebnissen und Eindrücken dieser Zeit und konnten glücklich in die Osterferien starten.

Ein ausdrückliches Lob verdient schließlich unsere gesamte Schülergruppe, die ein vorbildliches Verhalten an den Tag gelegt hat. Besondere Anerkennung gebührt zudem den Schülern, die mit uns im Internat gewohnt haben, nicht nur dafür, dass sie Herrn Koch und unseren Busfahrer Ingo beim Bowlen gewinnen ließen, sondern vor allem dafür, dass sie sehr gut als Gruppe harmonierten und sehr unkompliziert im Umgang waren. Lob gab es dafür ausdrücklich von allen Verantwortlichen auf französischer Seite.

Baumann Johanna, Brunner Michaela, Koch Florian