Reisebericht 2016

WillibaldinerInnen in Verdun

 „Vor einer Woche wären wir hier beinahe vor Angst gestorben“ tönt es aus den hinteren Reihen des Busses, als die deutsche Schülergruppe des Willibald- Gymnasiums auf demselben Weg die Stadt Verdun verlässt, auf dem sie eine Woche zuvor angereist war.

Und es stimmt: Am Anreisetag Ende September waren etwa an derselben Stelle alle im Bus ganz leise geworden, die Gesänge „Verdun, Verdun, wir fahren nach Verdun“ verstummten und jeder war gespannt, was die kommenden Tage bringen würden. Diese Anspannung war auch noch nicht ganz abgeklungen, als sich die Schüler, nach einem herzlichen Empfang am CollègeBuvignier, von ihren Lehrkräften Frau Baumann und Frau Brunner verabschiedeten und zusammen mit ihren Gastfamilien das Wochenende antraten.

Doch bereits am Montag, fanden sich alle bestens gelaunt um acht Uhr morgens an der Schule ein und berichteten von ihren ersten Eindrücken: „Extrem viel essen“, „süße Haustiere“ und zahlreiche Ausflüge nach Metz, Nancy und sogar mit dem TGV nach Paris.

Die Woche verging dann wie im Flug. Am Montag stand ein Besuch in Reims mit seiner eindrucksvollen Kathedrale auf dem Programm, wobei so manch eine Schülerin nicht sicher war, ob der berühmte Reimser Engel tatsächlich nett lächelt oder nicht doch eher „unheimlich“ grinst. Am späten Nachmittag besuchte die deutsch- französische Gruppe noch die in Reims ansässige Champagnerkellerei „Mumm“, bevor es nach einem erlebnisreichen Tag zurück nach Verdun ging.

 

Am Dienstag durften die Schüler dann endlich den Schulalltag ihrer Austauschpartner kennenlernen und am späten Vormittag wurde die Gruppe von einem Vertreter des Bürgermeisters im Rathaus von Verdun empfangen. Dieser Empfang fand im gleichen Ehrensaal statt, in dem sich vor wenigen Monaten Bundeskanzlerin Merkel und der französische Präsident Hollande ins goldene Buch der Stadt eingetragen hatten.

 

Nach einem Mittagessen in der „cantine“, dem französischen Tagesheim, ging es am Nachmittag zu den verschiedenen Gedenkstätten des ersten Weltkrieges und den ehemaligen Schlachtfeldern. Dort hatten die Schüler Gelegenheit sich mit einer der blutigsten Schlachten des ersten Weltkrieges, der sogenannten „Hölle von Verdun“ auseinanderzusetzen. Großen Eindruck hinterließ unter anderem das „Ossuaire“ das Beinhaus, in dem die Gebeine von über 130 000 nicht identifizierten französischen und deutschen Soldaten aufbewahrt werden. „Oh Gott, so viele Knochen!“

Thematisch startete auch der Mittwoch mit dem ersten Weltkrieg und dem Besuch der Zitadelle, von der aus die französischen Militärs ihre Truppen während des Krieges koordiniert und versorgt hatten. Nach der Besichtigung stand eine Stadrallye auf dem Programm, die die Schüler gemeinsam mit ihren französischen Austauschpartnern machten. Dabei verirrte sich das ein oder andere Grüppchen auch ganz zufällig in eine der zahlreichen Bäckereien um dort Croissants und Pain au chocolat zu kaufen. Doch schließlich gehört auch das zu den kulturellen und kulinarischen Erfahrungen eines jeden Frankreichaustausches.

Auch der letzte Tag begann kulinarisch mit der Besichtigung und anschließenden Verkostung in einer Madeleine-Fabrik in Commercy. Beinahe andächtig lauschten die Schülerinnen der Übersetzung von Frau Baumann. Dies mag auch an dem betörenden Geruch der kleinen Kuchen gelegen haben, die nur knapp ein bis zwei Meter von den Schülern entfernt zubereitet und im Anschluss an den Vortrag verspeist wurden.

Den Rest des Tages verbrachte die Gruppe in einem Freizeitgelände am Lac de Madine mit verschiedenen Aktivitäten wie Minigolf, Radfahren und Klettern. Den Abschluss bildete ein Rugbyspiel Deutschland- Frankreich, bei dem schließlich sämtliche, eventuell noch bestehenden Berührungsängste abgebaut wurden.

Am Freitag war es dann leider soweit. Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück und einem tränenreichen Abschied saßen die 19 Schülerinnen wieder im Bus Richtung Deutschland. Nachdem wir den letzten Kreisverkehr von Verdun hinter uns gelassen hatten, versiegten schließlich auch langsam die Tränen. Denn „wir sehen uns ja in weniger als zweihundert Tagenschon wieder“, stellte eine Schülerin erleichtert fest.

Voller Vorfreude erwarten wir nun den Gegenbesuch und hoffen, dass er genauso schön wird wie unser Aufenthalt in Verdun!

 

 


„Vor einer Woche wären wir hier beinahe vor Angst gestorben“ tönt es aus den hinteren Reihen des Busses, als die deutsche Schülergruppe des Willibald- Gymnasiums auf demselben Weg die Stadt Verdun verlässt, auf dem sie eine Woche zuvor angereist war.
Und es stimmt: Am Anreisetag Ende September waren etwa an derselben Stelle alle im Bus ganz leise geworden, die Gesänge „Verdun, Verdun, wir fahren nach Verdun“ verstummten und jeder war gespannt, was die kommenden Tage bringen würden. Diese Anspannung war auch noch nicht ganz abgeklungen, als sich die Schüler, nach einem herzlichen Empfang am CollègeBuvignier, von ihren Lehrkräften Frau Baumann und Frau Brunner verabschiedeten und zusammen mit ihren Gastfamilien das Wochenende antraten.
Doch bereits am Montag, fanden sich alle bestens gelaunt um acht Uhr morgens an der Schule ein und berichteten von ihren ersten Eindrücken: „Extrem viel essen“, „süße Haustiere“ und zahlreiche Ausflüge nach Metz, Nancy und sogar mit dem TGV nach Paris.
Die Woche verging dann wie im Flug. Am Montag stand ein Besuch in Reims mit seiner eindrucksvollen Kathedrale auf dem Programm, wobei so manch eine Schülerin nicht sicher war, ob der berühmte Reimser Engel tatsächlich nett lächelt oder nicht doch eher „unheimlich“ grinst. Am späten Nachmittag besuchte die deutsch- französische Gruppe noch die in Reims ansässige Champagnerkellerei „Mumm“, bevor es nach einem erlebnisreichen Tag zurück nach Verdun ging.

BILD BESICHTIGUNG DER KATHEDRALE VON REIMS UND CHAMPAGNERKELLEREI MUMM


Am Dienstag durften die Schüler dann endlich den Schulalltag ihrer Austauschpartner kennenlernen und am späten Vormittag wurde die Gruppe von einem Vertreter des Bürgermeisters im Rathaus von Verdun empfangen. Dieser Empfang fand im gleichen Ehrensaal statt, in dem sich vor wenigen Monaten Bundeskanzlerin Merkel und der französische Präsident Hollande ins goldene Buch der Stadt eingetragen hatten.

BILD EHRENSAAL DES RATHAUSES VON VERDUN

Nach einem Mittagessen in der „cantine“, dem französischen Tagesheim, ging es am Nachmittag zu den verschiedenen Gedenkstätten des ersten Weltkrieges und den ehemaligen Schlachtfeldern. Dort hatten die Schüler Gelegenheit sich mit einer der blutigsten Schlachten des ersten Weltkrieges, der sogenannten „Hölle von Verdun“ auseinanderzusetzen. Großen Eindruck hinterließ unter anderem das „Ossuaire“ das Beinhaus, in dem die Gebeine von über 130 000 nicht identifizierten französischen und deutschen Soldaten aufbewahrt werden. „Oh Gott, so viele Knochen!“

BILD JULIAN ART AUF DEM MILITÄRFRIEDHOF


Thematisch startete auch der Mittwoch mit dem ersten Weltkrieg und dem Besuch der Zitadelle, von der aus die französischen Militärs ihre Truppen während des Krieges koordiniert und versorgt hatten. Nach der Besichtigung stand eine Stadrallye auf dem Programm, die die Schüler gemeinsam mit ihren französischen Austauschpartnern machten. Dabei verirrte sich das ein oder andere Grüppchen auch ganz zufällig in eine der zahlreichen Bäckereien um dort Croissants und Pain au chocolat zu kaufen. Doch schließlich gehört auch das zu den kulturellen und kulinarischen Erfahrungen eines jeden Frankreichaustausches.


Auch der letzte Tag begann kulinarisch mit der Besichtigung und anschließenden Verkostung in einer Madeleine-Fabrik in Commercy. Beinahe andächtig lauschten die Schülerinnen der Übersetzung von Frau Baumann. Dies mag auch an dem betörenden Geruch der kleinen Kuchen gelegen haben, die nur knapp ein bis zwei Meter von den Schülern entfernt zubereitet und im Anschluss an den Vortrag verspeist wurden.

BILD MADELEINES !

Den Rest des Tages verbrachte die Gruppe in einem Freizeitgelände am Lac de Madine mit verschiedenen Aktivitäten wie Minigolf, Radfahren und Klettern. Den Abschluss bildete ein Rugbyspiel Deutschland- Frankreich, bei dem schließlich sämtliche, eventuell noch bestehenden Berührungsängste abgebaut wurden.

BILD LAC DE MADINE 1
BILD KLETTERPARK TITUS



Am Freitag war es dann leider soweit. Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück und einem tränenreichen Abschied saßen die 19 Schülerinnen wieder im Bus Richtung Deutschland. Nachdem wir den letzten Kreisverkehr von Verdun hinter uns gelassen hatten, versiegten schließlich auch langsam die Tränen. Denn „wir sehen uns ja in weniger als zweihundert Tagenschon wieder“, stellte eine Schülerin erleichtert fest.
Voller Vorfreude erwarten wir nun den Gegenbesuch und hoffen, dass er genauso schön wird wie unser Aufenthalt in Verdun!

BILD VERABSCHIEDUNG