Was haben die Simpsons mit der Politik Obamas zu tun?

Schülerforum Politik: USA an der Politischen Akademie Tutzing

Dass hohe Politik nicht automatisch trocken und langweilig sein muss, sondern spannend und sogar unterhaltsam sein kann, erfuhren 13 Schülerinnen und Schüler der Q12 und K13 während eines viertägigen Seminars an der renommierten Politischen Akademie Tutzing.

Bei der Wanderung zur Akademie am See entlangAm 19. Oktober ging es in Begleitung von Frau Albrecht und Herrn Hocheder auf die Reise an den Starnberger See, wo die Gruppe zunächst bei herrlichem Spätherbstwetter den Fußmarsch am See entlang genießen konnte, um dann im Gästehaus der Akademie ihre Zimmer zu beziehen, die sich glücklicherweise wohltuend unterschieden von denen so manch anderer Unterkunft für Schülerinnen und Schüler.

Danach ging es Schlag auf Schlag: Nach einer kurzen Begrüßung durch die zuständige Fachreferentin an der Akademie, Dr. Saskia Hieber, gab uns Frau Dr. Charlotte Lerg von der Universität München einen geschichtlichen Überblick über die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung und die Verfassung. Dem Abendessen bereits sehnlichst entgegensehend folgten wir danach auch noch einem Vortrag über einschlägiges Material und Quellen zum Thema .

Tags darauf fing Dr. Markus Hünemörder, ebenfalls von der Universität München, unsere ganze Aufmerksamkeit durch sehr interessante und spritzige Vorträge ein. Zuerst analysierte er die Außen- und Innenpolitik Obamas, wobei er seine Ausführungen immer wieder anhand aktueller Beispiele veranschaulichte und mit zahlreichen Cartoons auflockerte. Danach referierte er über die politische Kultur und den politischen Humor in den Vereinigten Staaten. Zur großen Freude aller war dieser Vortrag geprägt von etlichen kurzen Ausschnitten aus den beliebten Serien „Die Simpsons“, „American Dad“ und „Family Guy“.

Konsul Lampa, Dr. Hieber und Alex Harris-HertelAuch der nächste Tag war wieder von Anfang bis Ende durchstrukturiert: Dem Vortrag von Alex Harris-Hertel, eines amerikanischen Teaching Assistants, über das amerikanische Schulsystem folgte eine engagierte Fragerunde und Diskussion zum Thema, an der auch Graham Lampa, Konsul am amerikanischen Generalkonsulat in München, teilnahm. Danach begann die Phase der Eigenaktivität. Alle Seminarteilnehmer sammelten sich in Kleingruppen, um ein Thema ihrer Wahl so aufzubereiten, dass in einer 10-minütigen Präsentation dem Plenum vorgestellt werden konnte. Die Vorbereitungen dafür im Computerraum, den Seminarräumen oder sogar auf den Zimmern dauerten zum Teil bis tief in die Nacht hinein.

Am letzten Tag wurden dann die Ergebnisse präsentiert, sowohl in Form von „einfachen“ Powerpoint-Präsentationen als auch theaterreif gestalteten Aufführungen bis hin zu selbst gedrehten Videos. Dabei wurde auch die gute Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Schulen aus Lindau, Bamberg und Eichstätt deutlich. Anschließend gab es ein letztes – wie immer hervorragendes - Mittagessen mit freiem Blick auf den See sowie die bayrischen Alpen, bevor sich alle wohl genährt, mehr oder weniger ausgeschlafen und von viel Sonne verwöhnt auf den Heimweg machten.

Alle Teilnehmer vor der Akademie

An dieser Stelle möchte sich die ganze Gruppe bei Frau Albrecht und Herrn Hocheder für diese aufschlussreiche und oft amüsante Tagung herzlich bedanken, die übrigens von Anfang bis Ende auf Englisch durchgeführt wurde!

 

Alexander Burkhardt, Q12