Buch + Internet = www.antolin.de = Leseförderung mit Spaß

Ergebnisse der Klassen 5a und 5c im Schuljahr 2009/10

Lesen ist  eine Fähigkeit, der im Hinblick auf den schulischen Erfolg in allen Fächern zentrale Bedeutung zukommt. Die Ergebnisse der beiden PISA-Studien haben dies nicht nur betont, sondern auch gezeigt,  dass es dringend geboten ist, das Leistungsniveau der Schüler im Lesen, insbesondere auf der Unterstufe, anzuheben.

Da die gesamtgesellschaftliche Entwicklung dem Lesen nicht förderlich ist, ist dieses  Ziel sicher nicht so leicht zu erreichen, denn man benötigt dazu sehr viel Zeit, Geduld und Einfallsreichtum. Gefragt sind vor allem innovative Methoden, die die Schüler für das Lesen motivieren, indem sie sich die modernen Medien zunutze machen. All diese Forderungen erfüllt das Leseprogramm www.antolin.de, das nun schon seit einigen Jahren seinen Stammplatz bei der Leseförderung der Unterstufe des Willibald-Gymnasiums hat.

 Antolin ist eine webbasierte Plattform, auf der der Lehrer seine Schüler anmeldet. Danach registriert sich jeder Schüler und erhält so einen personalisierten Zugang. Unter den angebotenen Buchtiteln – die Datenbank enthält mittlerweile über 30.000 Titel für die Klassen 1 bis 10 -  wählen Kinder das Buch aus, das sie gern lesen möchten, und beantworten nach der Lektüre auf der Website spezielle Fragen dazu. Ihre Antworten werden in einer Datenbank dokumentiert, und für jeden dieser Einträge in das System erhalten die Schüler Punkte, sofern sie richtig antworten. Jeder Schüler sammelt die erhaltenen Punkte auf einem persönlichen Konto.  Durch diese Punktekonten entsteht in der Klasse unter den Schülern eine gewisse Wettbewerbsstimmung, die zusätzlich motivierend wirkt.

Nachdem nun meine Klasse 5c und die Klasse 5a, die von Frau Wenzl unterrichtet wurde, sich am Gymnasium einigermaßen eingewöhnt hatten und in ihrer Klassengemeinschaft gestärkt aus dem Schullandheim zurückgekehrt waren,  führte ich sie schrittweise in die Benutzung des Computerraumes ein und machte sie schließlich mit dem Gebrauch des Leseförderungsprogramms  www.antolin.de vertraut.  Mit dieser Vorgehensweise erreichten sie auch ganz nebenbei das heutzutage so wichtige Ziel des Lehrplans, eine so genannte  Medienkompetenz zu entwickeln, d.h. unverkrampft und souverän mit dem Computer umzugehen und die Informationen des Internets zu verwerten.

Als  Lehrer konnte ich über das Programm mühelos ihre Lesefortschritte protokollieren und kontrollieren.

Um das Interesse und die Motivation wach zu halten, teilte ich meinen Schülern in größeren Zeitabständen die aktuellen Punktestände und ihre Rangfolge untereinander mit. Die erwünschte Konkurrenzsituation spornte die Motivierten noch mehr an, zumal am Ende des Schuljahres eine Siegerehrung mit Urkunden und Preisen winkte.

Eindeutige Siegerin wurde schließlich Paula Hartwig, die  insgesamt 6244 Punkte erreichte! Aber auch die Plätze 2 (Sophie Bittl, 5901 Punkte) und 3 (Sophia Deiser, 5351 Punkte) konnten sich sehen lassen. Da sich die Klasse 5c  in diesem Schuljahr im Vergleich zu den Klassen der Vorjahre ganz außergewöhnlich stark engagierte, wurden noch Sonderpreise für die Plätze 4 (Calvin Klein,  5216 Punkte ) und 5 (Kevin Kößler, 4934 Punkte) vergeben. Die Tatsache, dass in diesem Schuljahr in der 5c von jedem Schüler durchschnittlich 43,9 Bücher gelesen wurden, spricht für sich.

Balkendiagramm

Das Balkendiagramm über die gelesenen Bücher zeigt die konsequente Aktivität der Klasse 5c bei der Arbeit mit dem Programm Antolin über das ganze Schuljahr hinweg. Auch die Extremausschläge während des Endspurts unter der Spitzengruppe sind gut zu erkennen.

Schüler 5c

von links nach rechts: Paula Hartwig, Sophie Bittl, Sophia Deiser, Calvin Klein und Kevin Kößler

Schüler 5a

Auch in der Klasse 5a fand für die Leserinnen und Leser, die am meisten gelesen hatten, am Jahresende eine Siegerehrung statt.  Siegerin wurde Anja Dirsch mit 872 Punkten, gefolgt von  Jonas Schmid mit 485 Punkten sowie  Ida-Maria Bürkl mit  406 Punkten.

 

von links nach rechts:

Jonas Schmid und Anja Dirsch

 

 

 

Ingeborg Uhl-Schiller