Durchführung der Exkursion

 

Blick vom Ilmpark auf das Weimarer Schloss

Durch diese Referate gut vorbereitet brachen wir dann am Morgen des 8. Oktobers mit unserer Deutschlehrerin, Frau Uhl-Schiller und unserem Englischlehrer, Herrn Hocheder, vom Bahnhof in Eichstätt zu einer sechsstündigen Fahrt auf. In Weimar angekommen, spazierten wir sofort zum Weimarer Schloss, in dessen Innenhof wir dann die erste Einführung in unsere Exkursion erhielten, bevor wir einen Rundgang durch den Ilmpark zu Goethes Gartenhaus unternahmen.

Erläuterungen über Gartengestaltung

Das Gartenhaus selbst war zu Lebenszeiten ein Zufluchtsort Goethes, in welchem er sich von der anstrengenden politischen Arbeit erholen konnte und sich der Dichtung widmen konnte, wodurch auch wichtige Werke entstanden. Erstaunt wurden wir dort von der Schlichtheit und Funktionalität des Mobiliars sowie den zahlreichen Schränken für Goethes Sammlerexponate.

Goethes Gartenhaus

Nach einer weiteren kurzen Zugfahrt kamen wir in unserer Unterkunft für diese Woche, dem Wielandgut Oßmannstedt, an, mit der alle sehr zufrieden waren: Die einen wegen des wirklich guten Essens, die anderen wegen der Tischtennisplatte und des Kickers und wieder andere wegen der exzellenten Einrichtung der großzügigen Zimmer und Bäder. Am folgenden Tag klärte uns ein Universitätsprofessor über den Kosmos Weimar auf und warum Weimar damals so aufblühte.

Einübung von Orests Pose auf der Bühne

Am Nachmittag wurden wir durch Schillers Wohnhaus geführt, wobei auch hier die Funktionalität der Möbel und die Schönheit des Einfachen bestachen. Bevor wir dann den Abend im Theater verbrachten, in welchem ein Stück über Goethes Frauen vorgeführt wurde, beschäftigten wir uns in einem Seminar unter der Leitung eines Universitätsmitarbeiters  mit einigen Textstellen aus Schillers Werken. 

Schillers Wohnhaus

Theaterabend im Cranach-Haus, dem "Theater im Gewölbe"

Den Mittwoch verbrachten wir mit einer Gymnasiallehrerin aus Weimar auf dem Wielandgut, welche mit uns Allgemeines über Wieland erarbeitete und dann  spezielle Themen in einer unterhaltsamen Referatsrunde vorstellen ließ. Dies wurde insbesondere dadurch interessant, dass die originalen Schauplätze besucht werden konnten. Nach dem Abendessen durften wir mit dem Zug eigenständig nach Weimar fahren, um dort einige Stunden das dortige Nachtleben zu erkunden.

 

Zur Veranschaulichung der Größe der Juno-Büste,
die Goethe aus Italien nach Weimar schicken ließ

 

Der Donnerstag wurde zum Goethetag, da wir uns an diesem Tag ausschließlich mit dem Dichter befassten. Zuerst besuchten wir das Goethe-Museum mit seiner neu konzipierten Ausstellung. Daraufhin bearbeiteten wir wiederum einige wichtige Texte zur Klassik, diesmal von ihm. In der darauffolgenden Audio-Guide-Führung durch Goethes Wohnhaus, in dem Goethes Liebe zur antiken Kunst sowie seine Sammelleidenschaft auffielen, suchte sich jeder Teilnehmer einen thematischen Schwerpunkt, über den dann am Abend mit Unterstützung der Fotos, die Frau Uhl-Schiller im Goethehaus angefertigt hatte, dem Plenum berichtet wurde. So konnten wir die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren lassen und damit vertiefen.

Rückseite des Goethe-Hauses mit Christianes Gemüsebeeten

Den Abreisetag begannen wir wiederum mit einer aufschlussreichen Audioguide Führung durch das Bauhausmuseum, einer Schule und Gemeinschaft für Architektur und Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. Schließlich verabschiedeten wir uns von Weimar, Goethe und Schiller und machten uns mit dem Gefühl nach Hause auf, nun endgültig alles über Weimar und die Klassik zu wissen.

Abschließend möchten wir Frau Uhl-Schiller für die Planung und Organisation der Studienfahrt sowie ihr und Herrn Hocheder für die  hilfreiche Begleitung und die entspannte Stimmung  bei der Exkursion herzlich danken. Die Atmosphäre dieser Tage kann wohl etwas augenzwinkernd Herrn Hocheders Gedicht widerspiegeln, das er auf der Heimfahrt entwarf und mit dem wir dem geneigten Leser einen abschließenden  Einblick in unsere geistige Welt geben möchten:

 

O Weimar, du Perle der Kunst und Natur,

Wir wanderten ergriffen in der Klassiker Spur.

Ich lobe und preis‘ dich für die köstlichen Stunden    

Und bleib‘ deinem Geist auf ewig verbunden.

 

Franz Hocheder

 

Jakob Fröhlich und

Vincent Heddesheimer

Q 11