Gruppe des W-Seminars Deutsch war in München erfolgreich

Film zum Thema Heimat (Bericht)

 

Ein Rückblick von Alexandra Rank (Q12):

Countdown läuft. Tonangeln raus aus dem Bild. Hinter der Kamera bereit. Die letzten glänzenden Stellen im Gesicht des Protagonisten abgepudert. 3, 2, 1 … Und bitte!

Bayern, des samma mia! Und München ist für viele der Inbegriff der bayerischen Heimat. Dahin hat es auch unmittelbar zu Beginn des Schuljahres für eine Woche fünf Schüler des W-Seminars „Literaturverfilmungen“ des Willibald-Gymnasiums mit ihrer betreuenden Lehrkraft StR Anna Wenzl gezogen. Mit Kurs auf die eigenen „Heimat“-Vorstellungen ging es mit Kamera und Mikrofon bewaffnet zu den Rundfunk- und Fernsehstudios des Bayerischen Rundfunks (BR) nach Freimann.

 

           Nico Pfrommer, Stefanie Kropa?, Alexandra Rank, Johannes Schmidtner, Luisa Meyer (v.l.)

Im größeren Kontext war der Grund für die sechs Tage Landeshauptstadt das Fernseh- und Videocamp „CamOn 2015“ zum Thema „Heimat“, ein Projekt des BR aus dem Bereich „Video an der Schule“. Insgesamt hatten aus zahlreichen Einsendungen ungefähr 50 Teilnehmer aus zehn bayerischen Schulen mit ihren Bewerbungsvideos, die im Juli 2015 eingereicht werden mussten, überzeugt und bekamen die Chance für eine unvergessliche und lehrreiche Woche mit den BR-Coaches.

Wie ist ein Videobeitrag aufgebaut? Wie erreiche ich die Zuschauer mit meiner Moderation im Beitrag? Warum übersteuert der Ton schon wieder? Mit welchem Schnittprogramm arbeiten eigentlich die Profis? Und was gibt es eigentlich alles Interessantes auf dem BR-Gelände zu entdecken? Ausgerüstet mit dem technischen Equipment und der persönlichen Kantinenkarte, unterstützt von betreuenden Journalistenprofis des BR und mit viel aktiver Einsicht in die verschiedenen Tätigkeiten, Räume und Arbeitsprozesse des Bayerischen Rundfunks hatten die aus den unterschiedlichen Schulen zusammengemischten Schülergruppen sowie die Lehrergruppe die Wochenaufgabe, eine eigene Sendung zum Thema „Heimat“ zu produzieren. Auf den straffen Programmplänen der Gruppen standen auch der Besuch von Live-Sendungen wie das „Mittagsmagazin“, Experten-Gespräche wie beispielsweise mit Brigitte Theile von „Mensch, Theile!“ in Bayern3 und ein Spielfilmabend mit der BR-Produktion „About a girl“. Eine der wertvollsten Chancen für die Schüle in einer solchen Woche waren die Kontakte, die sowohl unter den Jugendlichen als auch mit den professionellen Mitarbeitern des BR geknüpft wurden.

Es muss ja nicht unbedingt der Bayerische Rundfunk sein, aber durch dieses Praktikum der anderen Art ergeben sich neue Ideen und Anregungen für die Zukunftsplanungen eines jeden nach dem Schulabschluss. Nicht zuletzt wurde die Betreuung durch junge und doch professionelle Journalisten und Techniker des BR bei CamOn großgeschrieben.

Der eigentlich erfreuliche Fakt, dass damals im September in München Abertausende beim größten Volksfest der Welt auf der Theresienwiese feierten, führte jedoch am letzten Tag zu einem eher weniger glaubhaften Hindernis in einem solch großen Fernseh- und Rundfunkunternehmen: Bei der finalen Aufzeichnung der eigens produzierten Sendung „@heimat.ort“ am Freitag war auf dem gesamten BR-Gelände kein einziges Tonmischpult aufzufinden und so mussten einige Planungen nochmals überarbeitete werden. Für nächtliche Oktoberfestbesuche unter der Woche blieb nicht wirklich Zeit, denn im Vergleich zum normalen Schulalltag lief die CamOn-Woche nicht so entspannt ab: Arbeitsbeginn zwischen 7.00 und 8.00 Uhr, Arbeitsende zwischen 18.00 und 22.00 Uhr.

In den zwei Monaten nach den spannenden Tagen in München hieß es dann für jede Schülergruppe daheim nochmal rein in die Ideenwerkstatt und ran an die Kamera. Denn jede Schülergruppe musste als Abschluss der Seminarwoche einen eigenen Filmbeitrag erstellen. Für diesen CamOn2015-Wettbewerb war nur ein Zeitlimit vorgeschrieben, beim Rest sollten die erlernten Kenntnisse nochmal unter Beweis gestellt werden. Kurz vor den Ferien im Dezember erreichte dann die fünf Schüler des WGs ihr persönliches Weihnachtsgeschenk: Mit dem Kurzfilm „Von guten und schlechten Schokoladenseiten“ erhielten die Eichstätter die Auszeichnung „Die besterzählte Story“, als Preis auszupacken galt es ein hochwertiges Mikrofon. Wer jetzt den Wortwitz hinter dem Titel der Sendung „@heimat.ort“ noch genauer verstehen will, klickt sich hier unter dem Link auf der offiziellen Seite des Bayerischen Rundfunks rein. Im unteren Bereich befindet sich das Fenster bzw. die Tür zu einem lebhaft und bewegenden Heimat-Magazin der besonderen Art.