WG informiert sich über Ressourcenverbrauch

Erkenntnis: Es muss nicht alle zwei Jahre ein neues Handy sein

 

„Dass es schon so schlimm um unsere Erde steht, war mir nicht bewusst.“ Diese erschrockene Äußerung der zwölfjährigen Julia aus der siebten Klasse des Willibald-Gymnasiums fasst zusammen, wie der Vortrag über die Ressourcenverschwendung auf unserem Planeten auf viele Schüler wirkte. Das Thema Nachhaltig ist der Schule so wichtig, dass alle Klassen des WG im Laufe des Dienstagvormittags an diesem Vortrag teilnahmen.

Die Referenten kamen dabei von Multivision: Dabei handelt es sich um einen bundesweit agierenden und gemeinnützigen Verein mit Sitz in Hamburg. Ziel des Vereins ist die Förderung der politischen und gesellschaftlichen Bildung, Aufklärung und Erziehung von Jugendlichen. Die Multivision e.V. konzipiert und organisiert Schulbildungsveranstaltungen zu gesellschaftlich relevanten Themen, wie Ökologie, Umweltbildung, Demokratie und Menschenrechte.

Als einer von zwei Moderatoren führte der Politikwissenschaftler Björn Wiele den Schülerinnen und Schülern von der fünften bis zur elften Klasse vor Augen, wie viele Ressourcen wir täglich ver(sch)wenden. Beachtenswert ist dabei vor allem, dass das reiche Viertel der Weltbevölkerung, zu der freilich auch Deutschland gehört, ein drei Viertel der Ressourcen verbraucht. In einem Film wurden den Schülern Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Wiederverwenden, Wiederverwerten und Recyclen können dabei unter anderem die Schlagworte heißen.

 

Auch wenn faktisch bei den Schülern schon vieles bekannt war und auch die Biologie- sowie Chemielehrer im Vorfeld schon einiges vorbereitet hatten, so erzeugten die Infos und Bilder durch einen externen Referenten nochmal eine eigene Atmosphäre in der Schulaula. Denn wenn auf die Frage, wie viele Schüler bereits ihr drittes Handy besitzen und bei 150 Schülern mehr als die Hälfte sich melden, wird einem schlagartig bewusst, dass wir über unsere Verhältnisse leben. Das Problem: In modernen Handys steckt unter anderem Coltan, das eine endliche Ressource ist und zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen im Kongo abgebaut wird. Die Lösung: Nicht alle zwei Jahre ein neues Handy kaufen. „Wir haben einen technisches Stand erreicht, an dem es keine Notwendigkeit gibt, ein gebrauchsfähiges Smartphone durch eine neues zu ersetzen“, sagte Wiele. Er selbst zeigte sein gebraucht gekauftes Fairphone ins Publikum.

 

Interessiert erkundigten sich die Schüler nach eigenen Möglichkeiten, die Ressourcen der der Erde zu schonen. Und schon während des Vortrags haben sich in der Tat zwei Schüler bereiterklärt, das System der Mülltrennung am Willibald-Gymnasium zu perfektionieren.